Superspreading-Event

Jetzt mehr als 300 in Quarantäne nach Hochzeit in Lahr - vor allem an Schulen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 07. Oktober 2020 um 15:50 Uhr

Lahr

Immer mehr Menschen müssen nach einer Hochzeit in Lahr in Quarantäne. 180 Schüler, Kitakinder und Lehrkräfte sind neu darunter − insgesamt sind nun deutlich mehr als 300 Menschen betroffen.

Nach positiven Tests sind die Gutenberg-, Eichrodt- und Friedrichschule betroffen. Auch in der Kindertagesstätte Bottenbrunnenstraße müssen Gruppen geschlossen werden, wie die Stadt Lahr mitteilt. An der Gutenbergschule sind 22 Schülerinnen und Schüler und 2 Lehrkräfte, an der Eichrodtschule 45 Schüler und 3 Lehrkräfte, an der Friedrichschule 50 Schüler aus drei Klassen und 11 Lehrkräfte sowie in der Kindertagesstätte Bottenbrunnenstraße 36 Kinder und 10 Erzieherinnen beziehungsweise Hilfspersonen betroffen.

Die Quarantäne an den beiden Lahrer Schulen stehen, wie Lahrs Pressesprecherin Ulrike Karl der BZ bestätigt, in Zusammenhang mit den Corona-Infektionen während einer Hochzeitsfeier in einer Lahrer Eventlocation Ende September. Insgesamt sind damit deutlich mehr als 300 Menschen in der Ortenau, vor allem Schüler, vom Ausbruch bei der Feier in Lahr betroffen.

Die Situation in der Kita Bottenbrunnenstraße habe nichts mit der Hochzeitsfeier zu tun. Dort habe es eine Infektion in der Einrichtung gegeben. Bei der Friedrichschule sei es ähnlich, so die Auskunft der Stadt.

Gesundheitsamt legt Quarantänezeiten fest

Alle Eltern und die Kinder wurden unterrichtet. Die Festlegung der Quarantänezeiten und der Testtermine erfolgt über das Gesundheitsamt in Offenburg, wie es in der Pressemitteilung heißt. Die Beteiligten stehen in engem Kontakt und stimmen die weiteren Maßnahmen miteinander ab.

Die Stadtverwaltung fordert in dem Zusammenhang alle Eltern auf, Kinder mit eindeutigen Symptomen nicht in den Unterricht oder die Betreuung zu schicken und mit dem Kinderarzt oder Hausarzt zu klären, ob eine Testung erforderlich ist.

Stab für außergewöhnliche Ereignisse tagt regelmäßig

"Die Lage stellt sich als äußerst dynamisch dar", so die Stadtverwaltung weiter. Deshalb werde auch der Stab für außergewöhnliche Ereignisse weiterhin regelmäßig tagen. "Die Bevölkerung wird über die Medien und auf der Website der Stadt laufend über aktuelle Entwicklungen unterrichtet", heißt es abschließend.