Keine Kündigungen

Insolventer Riegeler Fahrzeugbauer Zikun ist gerettet

Bernd Kramer

Von Bernd Kramer

Fr, 26. April 2019 um 12:32 Uhr

Wirtschaft

Wie Insolvenzverwalter Dirk Pehl von der Kanzlei Schultze & Braun mitteilte, wird Zikun Teil der EBB-Gruppe aus Heilbronn. Inklusive der Zikun-Belegschaft beschäftigt die Gruppe dann rund 200 Menschen.

Die derzeit 50 Beschäftigten des Riegeler Unternehmens werden nach Aussage des Insolvenzverwalters von EBB alle übernommen. Vor der Insolvenz hatte Zikun 66 Mitarbeiter. Beschäftigte seien in Rente gegangen und hätten das Unternehmen freiwillig verlassen. Es habe keine Kündigungen gegeben, sagte der Insolvenzverwalter.

Zikun war in finanzielle Schwierigkeiten geraten und hatte Ende August 2017 Antrag auf Insolvenz gestellt. Eine Spezialität der Riegeler sind beispielsweise Klappwandaufbauten für Transportlastwagen, die Getränke transportieren. Zudem produziert das Unternehmen Feuerwehr- und Katastrophenschutzfahrzeuge,
Lkw-Spezialanhänger und vertreibt qualitativ hochwertige Pkw-Anhänger.

EBB ist der größte DAF-Händler in Baden-Württemberg. DAF ist ein großer niederländischer Lkw-Produzent. Der EBB-Umsatz beläuft sich auf rund 78 Millionen Euro. Inklusive der Zikun-Belegschaft beschäftigt die Gruppe rund 200 Menschen. EBB kündigte an, Zikun in all seinen Facetten weiterentwickeln zu wollen. Zudem soll in Riegel ein DAF-Kundencenter eingerichtet und der Service für die Anhänger-Marken Stas und Noteboom etabliert werden. Die Zirkun-Aufbauten werden weiterhin auch für andere Hersteller als DAF angeboten.

"Mit Zikun verbreitert die EBB ihre strategische Basis im Fahrzeugbau und kann ihr Portfolio noch einmal stärken", sagte Dirk Pehl. Der Insolvenzverwalter sagte, für den Riegeler Fahrzeugbauer habe es viele Interessenten gegeben. Auch die geschäftliche Entwicklung sei gut gewesen. Deshalb habe man ohne zeitlichen Druck das beste Angebot auswählen können. Pehl lobte die Belegschaft: "Die Mitarbeiter haben toll mitgezogen und ihren Anteil zur Rettung von Zikun beigetragen." Auch Kunden und Lieferanten hätten die Sanierung unterstützt.

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