Nachhaltige Energie [ANZEIGE]

Intelligente Energiesysteme

Bernhard Amelung

Von Bernhard Amelung

Fr, 30. November 2012 um 15:58 Uhr

Die Kur und Bäder GmbH in Bad Krozingen ist ein energieintensiver Betrieb. Dennoch geht sie bewusst mit den Ressourcen um und setzt neueste Techniken zur Energieeinsparung ein.

Thermalbäder verbrauchen sehr viel Energie. Das Mineralwasser muss aus dem Boden gefördert und je nachdem, mit welcher Temperatur es aus der Quelle sprudelt, aufgewärmt werden. Aus hygienischen Gründen muss es aufbereitet und gereinigt werden. Dazu kommt der Energieaufwand für Heizung, Belüftung und Beleuchtung. Ein nachhaltiges, ressourcenschonendes Energiemanagement ist daher für ein Unternehmen wie die Kur und Bäder GmbH in Bad Krozingen unerlässlich. Doch welche technischen Maßnahmen ermöglichen das Einsparen von Wasser und Energie?

Schon seit über zehn Jahren verfolgt die Kur und Bäder GmbH in Bad Krozingen ein Effizienzprogramm, das den Energieverbrauch deutlich senkt. "Ein bewusster Umgang mit Ressourcen gehört zu unserer Unternehmenskultur", sagt Geschäftsführer Rolf Rubsamen. Carsten Fuchs, Haustechniker und Beauftragter für erneuerbare Energien, ergänzt: "Im Rahmen der Erweiterung der Vita Classica-Therme 2010 haben wir energetische Sanierungsmaßnahmen an den Gebäuden vorgenommen. Die Heizungsanlage wurde modernisiert, die Flachdächer wurden besonders gedämmt, und außerdem haben wir die Beleuchtungsanlagen erneuert."

2011 erfolgte ein weiterer großer Schritt zur Optimierung des Energiebedarfs. Eine 200 Quadratmeter große Solaranlage wurde auf dem Dach der Vita Classica-Therme in Betrieb genommen. 300.000 Euro hat die Kur und Bäder GmbH in das innovative Solarvakuumröhrenfeld investiert. "Es ist die zweitgrößte Anlage in Baden-Württemberg und die fünftgrößte Anlage in ganz Deutschland", sagt Rubsamen. Techniker Fuchs hat die Zahlen bereit: "Sie erhitzt jeden Tag rund 12.000 Liter der täglich benötigten 15.000 bis 25.000 Liter Duschwasser. Demgegenüber stehen Einsparungen beim Erdgasverbrauch sowie beim CO2-Ausstoß. Wir können rund 35.000 Kilogramm CO2-Emissionen pro Jahr vermeiden."

Andere umweltfreundliche Lösungen wurden bereits in den Betrieb der Vita Classica integriert, zum Beispiel die Möglichkeit der Wärmerückgewinnung bei der Lüftungsanlage. Dies soll bis zu 40 Prozent Effizienzsteigerung bringen. Weitere sind in Planung. Dazu finden regelmäßig Treffen mit Fachbüros statt. "Diese Innovationskultur stärkt unseren Standort", so Rubsamen.

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