Jede Menge fantasievoller Kopfbedeckungen

Karin Steinebrunner

Von Karin Steinebrunner

Di, 25. Februar 2020

Dachsberg

"Frau mit Hut, das steht dir gut" – das Motto der Dachsberger Frauenfasnacht wird vielfach kreativ umgesetzt.

DACHSBERG. "Frau mit Hut, das steht dir gut" – mit diesem Motto hatte die Frauenfasnacht auf dem Dachsberg genau ins Schwarze getroffen. Die knallvolle Dachsberghalle, in der sogar noch nachgestuhlt werden musste, um dem Andrang Herr zu werden, barst nahezu vor fantasievoller Vielfalt, und das sowohl auf als auch vor der Bühne.

Neun Programmpunkte konnten die beiden Ansagerinnen Angelika Weber und Yvonne Nier präsentieren, und in der Halle wimmelte es nur so von originellen Kopfbedeckungen. Die reichten von Blumengirlanden und Tüllkreationen über Zuckertüten, Luftballons und Geschenkkartons bis zu ganzen Wäldern. Bei der Prämierung mittels Anstecken einer Sicherheitsnadel an das Kostüm gewannen schließlich vier üppig ausstaffierte Schwarzwälder Kirschtorten. Zudem gab es noch ein Quiz zu den liebevoll als Deko auf den Tischen verteilten Hutkreationen, dessen Siegerin einen Hut voller süßer Kleinigkeiten erhielt.

"Hut ab" durfte man auch anerkennend im Blick auf die gebotenen Beiträge sagen, darunter zwei aufwändige Filme, eingebunden in den jeweiligen Auftritt. Die Frauen der Frauengemeinschaft Hierbach hatten eine nervenaufreibende Hut-Couture-Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Paris nach Wittenschwand unternommen, wobei sie von Paris bis Seebrugg drei Stunden, von dort bis Wittenschwand dann allerdings drei Tage brauchten und am Ende noch die Feuerwehr in Anspruch nehmen mussten. Die Urberger Frauen hatten eine außergewöhnliche Sprechstunde auf die Bühne bringen wollen, ihre Souffleuse allerdings hatte ihr Manuskript eingebüßt, das von allen Sprechstundenbesuchern wieder zusammengesucht werden musste, wobei sich Teile unter anderem im Hinterteil einer Kuh, auf einem Christbaum und auf dem zugefrorenen Weiher wiederfanden.

Mit dem Thema Hut beschäftigten sich auch die Beiträge der Ibacher Wiiber sowie der Frauengemeinschaft Wittenschwand. Die Ibacher präsentierten unter dem Motto "Der Hut muss mit…" alle möglichen Gelegenheiten, zu denen die unterschiedlichsten Kopfbedeckungen getragen werden, die Wittenschwander ließen die täglich neuen Hüte der "Tante" Revue passieren.

Nach ihrer mehrjährigen Auszeit waren in diesem Jahr auch "Olge und Paule" alias Claudia und Karin wieder dabei und feierten ihr Comeback als Omas mit den hochtechnisierten Kinderwägen ihrer Enkel. Eingebettet in etliche Bonmots und das amüsante Lästern über ihre Ehemänner nahmen sie so manche Neuigkeit aus der näheren Umgebung ins Visier.

"Ä paar Wiiber me" nannte sich die Gruppe, die ihre in einem hochwissenschaftlichen "Vortrag zum differenzierten sozialen Verhalten des männlichen Homo sapiens in seinem interfamiliären Kontext" zusammengetragenen Studienergebnisse anhand anschaulich dargestellter Kontraste zwischen Wunschvorstellung und Wirklichkeit präsentierte. Auch "Wer scho???? MIR" alias Ilona und Vreni hatten wieder einen Beitrag vorbereitet. Da sie sich mit dem "Klimakterium, sch…egal" herumschlugen, waren sie danach allerdings ziemlich am Boden zerstört, und um sich wieder aufzubauen, hängten sie noch eine musikalische Liebeserklärung an die Akteure der Dachsberger Frauenfasnacht an.

Einen echt professionellen Tanz brachte die Gruppe "Also guet" mit "Happy" auf die Bühne, bei dem auch DJ Achim mitwirkte und der auf Wunsch des Publikums wiederholt werden musste. Den Abschluss machte das getanzte "Bananadrama" der Bernauer "Fraue vom Kaiserhus", die es sich nicht hatten nehmen lassen, ihren Beitrag zur Dachsberger Frauenfasnacht beizusteuern.