Der besondere Film

Das Kino in Kandern bietet Filme abseits des Mainstream

Silke Hartenstein

Von Silke Hartenstein

Mi, 19. Juni 2019 um 09:00 Uhr

Kandern

Die Reihe "Der besondere Film" gehört mit zu den Aushängeschildern des Kommunalen Kinos. Im Juli startet die nächste Reihe.

Wer Filme jenseits des Mainstream sehen möchte, muss deswegen nicht weit fahren: Die Reihe "Der besondere Film" im Kommunalen Kino Kandern macht es möglich. Am Donnerstag, 4. Juli, startet das nächste Halbjahresprogramm der Reihe mit dem Thriller/Drama "Die Frau des Nobelpreisträgers". Bis zum 19. Dezember stehen immer donnerstagabends insgesamt 15 anspruchsvolle Filme auf dem Programm, auch in den Sommerferien.

Zur Reihe "Der besondere Film" gehört auch diesmal wieder eine ausgewogene Mischung aus Dramen, Komödien, Dokumentarfilmen und Biographien. Bei der Auswahl der Filme durch die Vorstandsmitglieder rauchten wieder einmal die Köpfe. Zwar sei man mittlerweile routinierter geworden, sagt die stellvertretende Vereinsvorsitzende Jutta Quasnowitz, doch: "Jeder hat seinen Favoriten, den er verteidigt." Damit das Sonderprogramm aktuell ist, sind die ausgewählten Filme maximal ein Jahr alt, darunter auch Beiträge aus Island, Schweden, Japan und Frankreich. Freunde des nachhaltigen Wirtschaftens werden bei der Schweizer Doku "Fair Traders" dazulernen, Freunde des Bergsteigens werden beim US-Dokumentarfilm "Free Solo" auf ihre Kosten kommen und Freunde der Schöpferin von "Pippi Langstrumpf" können sich auf die Biografie von Astrid Lindgren freuen.

"Die Frau des Nobelpreisträgers" macht den Auftakt

Die besonderen Filme laufen immer donnerstags, um 20.15 Uhr im Kommunalen Kino Kandern. Der erste im am 4. Juli das Drama "Die Frau des Nobelpreisträgers" des schwedischen Regisseurs Björn Runge: Auf dem Weg zur Nobelpreisverleihung versucht ein mitreisender Journalist, den Geehrten für eine Biografie zu gewinnen – doch ein wohl gehütetes und skandalträchtiges Geheimnis steht dem im Wege.

Am 18. Juli steht "Gegen den Strom" auf dem Programm, eine Tragikomödie von Regisseur Benedikt Erlingsson: Eine zurückgezogen lebende Chorleiterin führt ein Doppelleben als radikale Umweltaktivistin. Als ihr fast vergessener Adoptionsantrag bewilligt wird, spitzt sich die Lage zu.

Die Biografie von Astrid Lindgren, "Astrid", ist am 1. August zu sehen: Auf die unbeschwerte Kindheit der Autorin folgt eine harte Zeit als ledige Mutter zwischen Beruf, Geldmangel und den Fahrten zur Pflegemutter ihres Kindes.

Einmal im Jahr gibt’s den Knax-Club-Kinonachmittag

Die Flyer zur neuen Filmreihe werden beim letzten Film des laufenden Programms am 20. Juni verteilt und liegen zudem in Kandern und Umgebung aus.

Zur Vorstellung der neuen Filmreihe am Dienstagnachmittag war auch Felix Hodapp, Geschäftsstellenleiter der Sparkassen-Zweigstelle in Kandern, gekommen. Seit Jahren schon läuft das Sponsoring des Kinovereins durch die Sparkasse Lörrach-Rheinfelden und Hodapp verkündete: "Wir haben jetzt wieder einen neuen Sponsoringvertrag abgeschlossen." Von 2019 bis 2021 unterstützt die Sparkasse den Kinoverein mit 500 Euro pro Jahr, die Verträge haben stets drei Jahre Laufzeit. Dazu kommen vom Geldinstitut jährliche Spenden in Höhe von jeweils 2500 Euro.

Jutta Quasnowitz ist dafür sehr dankbar, wie sie sagte, ermögliche dies doch auch nicht immer kostendeckende Veranstaltungen, wie etwa die Filme im Rahmen der Literaturtage für Kinder und Jugendliche. Doch auch die Sparkasse profitiert vom Kino im Ort: Einmal im Jahr veranstaltet sie hier den Knax-Club-Kinonachmittag für Kinder.
Weitere Infos zu den "Besonderen Filmen" ab Sonntag, 23. Juni, unter http://www.kino-kandern.de