Resolution zur Rettung des Pflegeheims

Moritz Lehmann

Von Moritz Lehmann

Mi, 26. Juni 2019

Kandern

Wohnpark an der Kander.

KANDERN (mor). Einstimmig hat der Kanderner Gemeinderat am Montagabend eine Resolution zur Rettung des Kanderner Pflegeheims verabschiedet. Das Schreiben hat Bürgermeister Christian Renkert erarbeitet und nach der Abstimmung an die zuständigen Stellen im Landratsamt geschickt. Auch Landrätin Marion Dammann und der Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger sollen das Schreiben erhalten, sagte Renkert der BZ.

Herbert Preinl, Betreiber des Pflegeheims, sieht seine wirtschaftliche Existenz durch die Landesheimbauverordnung bedroht, die im September in Kraft tritt. Diese schreibt unter anderem den Abbau von Doppelzimmern vor. Preinl hofft auf eine Ausnahmegenehmigung (wir haben berichtet).

"In Kandern ist in den letzten Jahren der beängstigende Wegfall von stationären Pflegeplätzen zu beklagen", heißt es einleitend. Es folgen Verweise auf das Riedlinger Pflegeheim am Schorner und den Kanderner Hof, die beide aus wirtschaftlichen Gründen hätten schließen müssen. "Der Gemeinderat (...) würde es außerordentlich bedauern, wenn nun weitere stationäre Pflegeplätze in Kandern wegfallen würden", zumal der Bedarf in der Region steige und wegfallende Plätze "nicht adäquat zu ersetzen" seien.

Der Rat appelliert an die Entscheidungsträger, dies zu berücksichtigen: "Eine Verlängerungsgenehmigung im Sinne einer zumindest befristeten Weiterführung von Doppelzimmern innerhalb der geltenden Rechtsnormen wäre begrüßenswert." Die Erklärung schließt mit einem Plädoyer für den Vorschlag des Betreibers, die Doppelzimmer für die Kurzzeitpflege weiter nutzen zu dürfen. In diesem Bereich bestehe ein besonders großer Mangel.