Auch das Bähnli verewigt

Rudi Rest

Von Rudi Rest

Do, 14. Februar 2019

Kappel-Grafenhausen

Arbeitskreis Historie ergänzt die Straßenschilder mit Infotafeln.

KAPPEL-GRAFENHAUSEN (rre). Wer oder was verbirgt sich hinter den Straßennamen? Welche Verdienste haben sich Menschen erworben, dass die Gemeinde ihnen eine Straße widmet? Mit diesen Fragen beschäftigt sich seit einigen Monaten der Arbeitskreis Historie von Kappel-Grafenhausen. Ziel war es von Anfang an, die Straßennamen mit einer prägnanten Legende über den Namensgeber zu versehen. Für rund 70 Straßenschilder wurden nun ergänzend Informationstafeln angebracht.

Seit dem Wochenende wird etwa die Albert-Köbele-Straße in Grafenhausen mit dem Hinweis "Von 1909 bis 1982 lebend, Dorfchronist und Familienforscher" ergänzt. Bei der " Vius Burg Straße" findet sich der Hinweis " von 1809 bis 1827 Pfarrer in Kappel, später Bischof von Mainz". Aber auch verschiedene Gewannnamen werden auf den Tafeln erklärt. Die Rittistraße war eine ehemals mit Sumpfgras und Schilf bewachsene Fläche. Der Tramweg und die Eisenbahnstraße erinnern an die Bahnlinie und das Äddemer Bähnli von 1893 bis 1920. Erläutert werden jetzt auch auf Hinweistafeln Gebäudenamen wie die Mühlen-, Fabrik- oder Ziegelstraße.

Auffällig war, dass in Kappel viele Straßen nach Gewannen wie der Ober- oder Untergarten, Oberfeld oder Endweg benannt sind.

In Grafenhausen stand bei den Straßennamen das Großherzogtum von Baden Pate, etwa der Friedrich Großherzog von Baden, oder Luise Großherzogin von Baden oder Hilda, die letzte badische Großherzogin.

Weitere Informationen unter http://www.historie-kappel-grafenhausen.de