Kein Paradies für Kiffer mehr

dpa

Von dpa

Sa, 09. Januar 2021

Panorama

Amsterdam plant Einschränkung.

Jahrzehntelang war Amsterdam ein Paradies für Kiffer aus aller Welt. Denn in den Coffeeshops kann jeder über 18 Jahre legal Haschisch oder Marihuana kaufen und auch rauchen. Das soll nun – nach mehr als 50 Jahren – ein Ende haben. Zumindest für Touristen. Die niederländische Hauptstadt will ausländischen Touristen den Zugang zu Coffeeshops verbieten. Damit solle dem Massentourismus und der Drogenkriminalität Einhalt geboten werden, kündigte die Stadt am Freitag an. Nach dem Plan sollen nur noch Einwohner des Landes mit einem Club-Ausweis Zugang bekommen. Die Zahl der Verkaufsstellen würde drastisch reduziert. Wann das Verbot in Kraft treten soll, ist noch unklar. Das Stadtparlament muss den Plänen noch zustimmen.

"Wir wollen lieber nicht die Touristen, die nur hierher kommen, um betrunken und stoned rumzulaufen", sagte Bürgermeisterin Femke Halsema. Fast zehn Millionen Touristen kamen 2019 – also vor Corona – in die Stadt mit rund 700 000 Einwohnern. 57 Prozent der Besucher des Rotlichtviertels im Zentrum gaben bei einer Studie an, dass sie hauptsächlich wegen der Drogen kamen.