Zisch I Frühjahrsprojekt 2012

Kinderleben auf dem Bauernhof - früher und heute

Mi, 02. Mai 2012 um 15:44 Uhr

Zisch-Texte

Zisch-Reporterin Sarah Kinle aus der Klasse 4c der Michael-Friedrich-Wild-Grundschule in Müllheim berichtet, wie Kinder früher auf dem Bauernhof lebten – und auch arbeiten mussten.

Hallo Kinder, habt ihr schon mal was von den Kartoffelferien gehört? Noch nie? Von den Heidelbeerferien auch nicht? Na, dann wird es aber Zeit. Vor vielen Jahrzehnten waren das ganz normale Ferien, wobei man das nicht mit den heutigen Ferien vergleichen kann.

Es war für die Kinder und die Erwachsenen auf den Bauernhöfen eine harte Zeit der Arbeit, zum Beispiel der Ernte. Zum Ausruhen war wenig Zeit, da alle Arbeitskräfte gebraucht wurden. Es gab nämlich viel weniger Maschinen als heute. Dafür waren die Handarbeit der Menschen und die Arbeitskraft der Tiere viel wichtiger. So gab es beispielsweise Zugochsen. Die Kinderarbeit wurde als notwendiger angesehen als die Schule, so dass die Kinder während des Tierhütens ihre Hausaufgaben machen mussten.

Heute gibt es Weidezäune. Schulwege waren oft lang und beschwerlich, weil sie meistens zu Fuß zurückgelegt werden mussten. Busse und Autos, so wie heute, gab es lange nicht. Zu Fuß bedeutete – zumindest in den wärmeren Monaten – barfuß, denn für Schuhe wie auch sonst für Kleidung war kaum Geld vorhanden. Markenkleidung gab es eh keine, genau so wenig wie elektronisches Spielzeug. Statt einem Kinderzimmer gab es, wenn überhaupt, nur eine kleine Kammer mit einem Strohsack als Matratze. Für uns Kinder heute ist sicherlich vieles angenehmer und leichter. Doch damals hatten die Kinder viel mehr mit den Tieren und der Natur zu tun, was uns heute leider oft fehlt.