Familien

Kinderleichte Ideen: Gemeinsam basteln für das Osterfest

Silke Kohlmann

Von Silke Kohlmann

Fr, 12. März 2021 um 14:55 Uhr

Südwest

Der Sonntag Hoppelnde Ostergrüße, farbenfrohe Konfetti-Eier oder Salzteiganhänger für die Zweige: Diesen Osterschmuck können Kinder ganz leicht selber machen.

Mit wem wir in diesem Jahr Ostern feiern? Wir wissen es noch nicht. Auf jeden Fall aber können wir mit kleinen Ostergeschenken allen unseren Lieben eine Freude machen. Diese Basteleien sind kinderleicht umzusetzen und vertreiben uns zudem die Zeit bis zum Fest.

Für den Osterstrauß

Konfetti-Eier
Wir brauchen: Eier, buntes Konfetti oder kleine Papierschnipsel

Seien wir mal ehrlich, malen auf ausgeblasenen Eiern ist nicht wirklich ein Kinderspiel: Sie brechen, wenn man zu feste drückt und ausgefallene Kunstwerke auf die gebogene Oberfläche zu bringen, ist ziemlich schwer. Macht aber nichts, schließlich können wir die Eier einfach bekleben. Zunächst geht es ans Eierauspusten. Wenn man die Löcher an der Ober- und Unterseite des Eis etwas größer macht, dann können schon kleine Kinder mitmachen. Danach das Ei gut ausspülen und trocknen lassen. Nun geht es ratzfatz: Kleine Tropfen flüssigen Bastelkleber auf das Ei tupfen und bunte Konfettipunkte aufkleben. Jüngere Kinder können das Ei auch einfach durch einen Teller mit Konfetti rollen. Jetzt nur noch einen Faden mithilfe eines Zahnstochers ins Ei fädeln – und schon kann das kleine Kunststück am Osterzweig aufgehängt werden.

Osterdeko aus Salzteig
Wir brauchen: 2 Tassen Mehl, 1 Tasse Salz, 1 Tasse Wasser, Wellholz, Stempel, Ausstecher, Strohhalm, Schnur

Wir mischen Mehl und Salz in einer Schüssel, geben das Wasser hinzu und kneten alles gut durch. Falls der Teig noch klebrig ist, einfach noch ein bisschen Mehl unterkneten. Wir streuen Mehl auf die Arbeitsfläche und rollen den Teig etwa einen halben Zentimeter dick aus. Nun stechen wir österliche Motive aus. Aus einem runden Ausstecher aus Metall lässt sich leicht eine Eier-Form biegen. Wer mag, bringt mit Stempeln eine Struktur in die Oberfläche der Motive. Ganz wichtig ist es, mit einem Strohhalm ein Loch in den Ausstecher zu stechen – zum Aufhängen. Anschließend lassen wir die Teiglinge mehrere Tage im Warmen trocknen oder backen sie – wenn es schneller gehen soll – etwa eine Stunde bei 50 Grad und anschließend eine weitere Stunde bei 120 Grad. Nach dem Abkühlen eine Schnur durch das Loch fädeln. Fertig ist die feine Osterdeko.

Fürs Osterfrühstück

Eier so schön wie die vom Rotkehlchen
Wir brauchen: hartgekochte weiße Eier, einen Rotkohl, weißen Essig, essbare Goldfarbe, einen Pinsel

Rotkehlchen haben die schönsten Eier, die man sich vorstellen kann: wunderbar türkis, mit leichten Sprenkeln. Solch eine schöne Farbe wollen wir auch für den Ostertisch. Und das ist gar nicht so schwer. Wir schneiden den Rotkohl in Streifen, geben ihn in einen großen Topf und fügen so viel Wasser hinzu, dass alles bedeckt ist. Nun kochen wir den Rotkohl einmal auf und lassen ihn anschließend 45 Minuten köcheln. Dann abkühlen lassen und absieben. In die Flüssigkeit geben wir nun vier Esslöffel Essig und legen die gekochten Eier hinein – so, dass sie komplett bedeckt sind. Nicht wundern: Die Flüssigkeit ist violett – die Eier werden aber tatsächlich blau-grün. Bis das geschieht, müssen wir allerdings geduldig warten. Eine Stunde sollten die Eier mindestens in der Flüssigkeit liegen. Dann kommt der spannende Moment: Wir holen ein Ei aus dem Sud heraus und tatsächlich – sie sind wunderschön hellblau. Weil wir noch kräftige Farben wollen, holen wir nur ein paar Eier heraus und lassen die anderen noch länger im Sud, zwei, drei oder sogar vier Stunden. Und jedes Mal ist die Freude groß, wenn wir ein noch leuchtenderes Ei mit dem Löffel herausfischen. Die Eier müssen nun eine gute Zeit trocknen, durch das lange Farbbad haben die Schalen viel Wasser aufgesogen. Wer mag, kann ganz zum Schluss ein paar Goldsprenkel aufbringen. Dazu einen Pinsel in die essbare Farbe tauchen, und mithilfe des Fingers einen feinen Goldregen über die Eier sprühen.

Für die Tischdeko

Ostergras säen in Eierschalen
Wir brauchen: Leere Eierschalen, Erde und Grassamen, Wasser und Blumen

Wenn wir uns vor Ostern ans Backen machen, denken wir immer daran, die Eierschalen aufzubewahren. Denn sie werden für die Deko gebraucht. Dazu spülen wir die Schalen gut aus und können sie anschließend als kleine Väschen für Frühblüher nutzen. Oder wir sähen in ihnen Ostergras an. Grassamen benötigen etwa drei bis vier Wochen, um eine gute Höhe zu erreichen. Wer später säht, nimmt einfach Kressesamen, sie keimen im warmen Zimmer innerhalb von wenigen Tagen und wachsen schnell heran. Eierschalen-Väschen und Ostergras einfach abwechselnd in einen Eierkarton stellen: Fertig ist die Tischdeko.

Hasen-Verpackung aus Brotbeuteln
Wir brauchen: Packpapiertüten, Pompon aus weißer Wolle oder Watte

Wir legen die Papiertüte flach aus, zeichnen Hasenohren darauf, die etwa ein Drittel der Höhe einnehmen und schneiden sie aus. Nun können wir ein Hasenschwänzchen aus Watte ankleben oder wir basteln aus Wolle einen Pompon (Anleitungen dazu finden sich im Internet). Pompon ankleben, Tüte mit Schokoeiern oder Ähnlichem befüllen und mit einem weißen Band unterhalb der Ohren zubinden. Und schon ist ein kleines Ostergeschenk für Freunde und Familie fertig.