Fragen zur Kommunalwahl

So sehen die Listen das Entwicklungspotenzial Kippenheims

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 22. Mai 2019 um 08:20 Uhr

Kippenheim

Die Badische Zeitung hat bei den Parteien und Listen, die in Kippenheim zur Gemeinderatswahl antreten, nachgefragt, wie sich Kippenheim bei den Bauflächen entwickeln kann.

Die Frage

Kippenheim geht es wie anderen Gemeinden. Die Nachfrage nach Bauflächen ist groß. Wie sollte sich die Gemeinde in der kommenden Legislaturperiode entwickeln und was kann der Gemeinderat tun?

CDU

Ohne Kompromissbereitschaft wird die Ausweisung neuer Flächen in Zukunft immer schwieriger. Unser Fokus liegt auf einer nachhaltigen und maßvollen Entwicklung. Die öffentlichen Einrichtungen müssen gleichfalls Schritt halten können. Wir werden soweit möglich versuchen, an die bestehenden Bebauungen und Infrastrukturen anzuknüpfen, um Bürgern Bauland anbieten zu können. An diesem Kurs möchten wir festhalten, auch wenn die hohe Nachfrage leider nicht gedeckt werden kann. Unsere Ziele liegen in der Entwicklung von innerörtlichen Flächen, dem Erwerb sanierungsbedürftiger Anwesen (zu realistischen Preisen) und der Ermöglichung von Um- und Anbauten. Wir wünschen Bebauungspläne, die an heutige Bedürfnisse angepasster sind.

Freie Wähler Vereinigung

Da die Gemeinde in die Fläche nicht mehr stark wachsen kann, sollte der Fokus auf den Ortskern und dessen Weiterentwicklung gelegt werden. Gemeinderat und Verwaltung sollten sich auf kleine Baugebiete konzentrieren, wo man Lücken schließen kann. Auch das Areal Festplatz mit Festhalle bietet Potenzial. Zum Verkauf stehende alte Immobilien sollten gekauft, abgerissen und als Baufläche wieder verkauft werden – wenn das wirtschaftlich vernünftig ist und die Gemeinde auf die zukünftige Bebauung Einfluss nehmen kann. Es sollten Anreize geschaffen werden, im alten Ortskern sanierungsbedürftige oder zum Abriss stehende Häuser wieder für potenzielle Bauherren interessant zu machen.

SPD

Die Möglichkeiten der baulichen Entwicklung sind grundsätzlich durch überregionale Vorgaben im Regionalplan eingeschränkt. Wir können und wollen nicht unbegrenzt Bauland erschließen. Deshalb favorisiert die SPD bei vorliegendem Bedarf die Planung kleinerer Baugebiete mit Augenmaß, die homogen in die bestehende Bebauung eingebunden sind und die Identität der Wohnbereiche nicht verändern. Vordergründig ist unser Ziel, vorhandene Baulücken zu schließen sowie bezahlbaren Wohnraum auch im Sinne eines sozialverträglichen Mietwohnungsbaus zu schaffen. Der Flächenerwerb und das geeignete Auswahlverfahren von Bewerbern muss dem Bedarf innerhalb der Bevölkerung und sozialen Gesichtspunkten gerecht werden.