Vom Wollbesen zu Stresemann

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 12. November 2011

Kippenheim

75 JAHRE HILLER OBJEKTMÖBEL: von der Stuhlfabrik zum Interiorspezialisten mit 285 Mitarbeitern und 41 Millionen Euro Umsatz .

KIPPENHEIM-SCHMIEHEIM (BZ). Ein deutsches Familienunternehmen feiert im November sein 75-jähriges Bestehen. Seine Geschichte ist eng verbunden mit dem Standort Kippenheim und dem Schwarzwald. Nicht zuletzt spiegelt sie die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg wider. Stühle und Tische aus Holz, Stahl und Kunststoff bilden seit 1957 das Kerngeschäft der Hiller Objektmöbel GmbH.

Mit dem Zusammenschluss zur Schneeweiss AG Interior umfasst das Leistungsspektrum alle Produktions- und Logistikstufen von Konzeption und Beratung über Entwicklung und Konstruktion bis zur Fertigung und Auslieferung. Der Grad der Fertigungstiefe liegt bei 75 Prozent. Das Unternehmen gehört zu den führenden Herstellern von Objektmöbeln in Europa, heißt es in einer umfangreichen Mitteilung des Unternehmens, die zum Jubiläum verfasst wurde.

Im November 1936 gründen die Brüder Erich und Herbert Hiller zwischen Schmieheim und Kippenheim die Erich Hiller & Co. oHG zur Herstellung von Wollbesen und Holzdrehwaren für den Haushalt. Erich Hiller hatte Auto- und Maschinenbau studiert und brachte das Patent für die vollautomatische Wollverstanzung mit ein. Herbert Hiller übernahm den kaufmännischen Part.

Das Geschäft läuft gut an – nicht zuletzt, weil Hiller von der Erfindung säurehärtender Lacke liest. Mit ihnen überzieht er seine Teller, Dosen, Schalen und Vasen aus Holz. Schon ein Jahr nach Geschäftsgründung reicht eine Drehbank nicht mehr aus. So kauft Hiller alle verfügbaren Drehbänke der Umgebung auf und lehrt den arbeitslosen Bauernsöhnen in der Region das Drehen. Nach dem Krieg erobern die von ...

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