Freiburg

Marode Münsterorgeln bewegen Organist in Freiburg zur Kündigung

Johannes Adam

Von Johannes Adam

Do, 27. September 2012 um 10:30 Uhr

Klassik

Das Freiburger Münster verliert seinen Organisten. Der Grund: Missstände an den Orgeln. Klemens Schnorr will nicht länger ein unberechenbares Instrument spielen – und über die Defizite schweigen.

Zunächst wollte er schweigen, seinen freiwilligen Abschied vom Amt des Domorganisten am Freiburger Münster nicht öffentlich kommentieren. Als wir uns dann zum Gespräch treffen, aber hat er es sich anders überlegt. "Ich habe ein bisschen ein schlechtes Gewissen, weil ich mitgemacht habe", sagt Klemens Schnorr – und packt aus. Dabei wirkt er so gelöst, wie man ihn kaum je erlebt hat.

Es sind die Missstände an den Münsterorgeln, die ihn zum Rückzug bewogen haben. Primär der marode viermanualige Hauptspieltisch, jene vorn in Altarnähe platzierte Schaltzentrale, von der aus alle vier Orgeln mit ihren insgesamt 148 Registern spielbar sind – oder in diesem Fall: sein sollten. Seit drei Jahren funktionieren die Setzerkombinationen nicht einwandfrei. Das heißt: Der Organist kann sich nicht darauf verlassen, dass die ...

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