Interview

Warum der neue SWR-Chefdirigent François-Xavier Roth Freiburg liebt

Alexander Dick

Von Alexander Dick

Di, 04. Mai 2010 um 19:48 Uhr

Klassik

Er ist wie sein Vorgänger Franzose: Im Herbst 2011 wird François-Xavier Roth die Nachfolge von Sylvain Cambreling als Chefdirigent beim SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg antreten. Eine Liaison aus Leidenschaft?

Seine ersten Worte an das Orchester sind eine Hommage mit charmantem Akzent: "Ich möchte Ihnen mitteilen, dass ich einen Deutschkurs belegen werde". Erheiterung, Freude, Beifall. Die Art und Weise, in der François-Xavier Roth und das SWR-Sinfonieorchester bei ihrer für die Medien anberaumten Probe in Baden-Baden miteinander umgehen, wirkt nicht wie Show. Dafür umso natürlicher. Alexander Dick unterhielt sich am Rande der Probe mit dem französischen Dirigenten, der vom Herbst 2011 an bei dem Rundfunkklangkörper den Ton angeben wird.

BZ: Herr Roth, nach Ihrem ersten Konzert mit dem SWR-Sinfonieorchester in Freiburg wandten Sie sich spontan an das Publikum, um Ihrer Begeisterung über das Orchester Ausdruck zu verleihen. War es – Liebe auf den ersten Blick?
François-Xavier Roth: (lacht) Ein Coup de foudre? Ja. Ich sagte das, weil wir ein Stück von Paul Dukas spielten, das kein französisches Orchester interpretiert. Schon bei der ersten Probe dachte ich, mein Gott, dieses Orchester spielt diese Musik wie eine Mahler-Sinfonie. Das war für mich eine Überraschung – im besten Sinn. Ich war davon beeindruckt, ebenso wie von der Interpretation des Rihm-Stücks im gleichen Programm. Es ist unglaublich, wenn dieses Orchester Neue Musik spielt.

BZ: Was ist das Besondere an diesem Orchester?
Roth: Ich denke, ein Orchestermusikerleben kann sehr schwer sein. Bevor ich Dirigent wurde, war ich ...

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