Bayrilonisches Sprachengewirr

Alexander Dick

Von Alexander Dick

Mo, 29. Oktober 2012

Klassik

Musiktheater der Maßlosigkeit: Jörg Widmanns und Peter Sloterdijks Oper "Babylon" in München.

Was wohl Slavoj Žižek sagen würde? In seinem Essay "Der zweite Tod der Oper" attestiert der slowenische Kulturkritiker und Philosoph der Gattung gewissermaßen ein Leben als Untote. Eine Kunstform, die "sich immer in parasitärer Weise auf andere Künste" beziehe. Wie postmodern auch immer derlei Polemiken sein mögen: Was würde Žižek nun zu Jörg Widmanns und Peter Sloterdijks "Babylon" sagen, einer Oper, die schon allein in Umfang, Größe, Instrumentation den Eindruck erweckt, als habe sich die Schraube nach Wagner und Strauss immer weiter gedreht in Richtung Superlative…

Dabei ist die Untote ganz schön lebendig. Reihenweise stehen Menschen vor dem Münchner Nationaltheater mit Zetteln mit der Aufschrift "Suche Karte". Moment – es handelt sich nicht um Netrebko in Salzburg oder dergleichen, sondern um eine Uraufführung. Freilich eines Werks, das die Gemeinschaftsproduktion ...

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