Musik

Schwerpunkt Musik in der Kaserne Basel

BZ/Foto: Ebru Yildiz

Von BZ-Redaktion & Foto: Ebru Yildiz

Mi, 23. Oktober 2019

Klassik (TICKET)

Finnische Indiepop-Romantiker und Cumbia-Punk beim "Schwerpunkt Musik" der Kaserne Basel.

Romantik – Ein Begriff so aufgeladen wie seine Geschichte. Grenz-, Kunstform und Epochenübergreifend haben sich Künstlerinnen und Künstler von Caspar David Friedrich bis Mary Shelley ab dem späten 18. Jahrhundert unermüdlich an dieser Worthülse abgearbeitet.

Aber was genau ist die Romantik heute überhaupt? Und wie wirkt sie sich auf das künstlerische Schaffen von Künstlern im 21. Jahrhundert aus? Einen Tag und eine Nacht lang wird sich die Kaserne Basel in Konzerten, Workshops und Diskussionen mit diesen Fragestellungen auseinandersetzen und (inter)nationale wie regionale Bands, Autorinnen und Szenografinnen begrüßen.

Eine Programmgruppe, die neben dem Musikteam der Kaserne auch Synthie-Schwärmer Sevi Landolt (Klaus Johann Grobe) und Keren Wernli (DJ und Mitbegründerin des Normal Love-Kollektivs) umfasst, hat internationale wie lokale Bands und Szenografinnen gebeten sich explizit mit dem Thema auseinanderzusetzen, das eigene Schaffen zu hinterfragen und die Ergebnisse an einem "romantischen" Oktoberwochenende darzubieten. Ob improvisiert, experimentell, performativ oder interaktiv: Den Protagonisten wird der größtmögliche Freiraum gelassen ihre eigene Kunst zu hinterfragen.

Verschiedene junge noch in ihren Startlöchern steckende Künstler und Performer werden den Tag durch ihre im Raum verteilten Installationen zusätzlich einen verspielten und ergänzenden Einblick zum Thema Romantik im 21. Jahrhundert geben.

Musikalisch werden sich insbesondere der finnische Indiepop-Romantiker Jaakko, Eino Kalevi, eine solo mit der Gitarre agierende Anna Calvi und Washington D.C.s Post-Punk Band der Stunde Priests (Foto) mit dem Thema beschäftigen. Am Samstag, 26. Oktober, öffnen dazu die Türen von Reithalle/Rossstall I und II um 19 Uhr.
Am Samstag, 2. November, 19.30 Uhr, wird wieder in Reithalle sowie Rossstall I und II der Kaserne Basel "Dia de los muertos – Nocturna Visión" gefeiert. Wenn die Straßen Mexikos Ende Oktober beginnen, sich in ein Gemisch aus Blumen, Skeletten und Totenschädeln zu verwandeln, ist der Dia De Los Muertos nicht weit. Einer der wichtigsten mexikanischen Feiertage gilt ganz und gar den Verstorbenen, zählt zum Unesco-Weltkulturerbe. Gemeinsam mit den Lateinamerika-Spezialisten von Nocturna Visión verwandelt sich die Kaserne optischund musikalisch in einen würdigen Außenposten zum Tag der Toten.

Musikalisch weitet sich das Feld – ganz im Sinne der Nocturna Visión – auf den gesamten südamerikanischen Kontinent aus. Chico Trujillo aus dem chilenischen Valparaíso verpassen dem Nueva Cumbia seit fast 20 Jahren eine raue, aus ihrer Skapunk-Vergangenheit geborene Note, während Los Pirañas aus Bogota als eine der aktuell hippsten Combos Kolumbiens für den psychedelischen Beitrag zur Feier der Toten sorgen werden. Komplettiert wird das Line-Up vom mexikanischen Cumbia-Dub Botschafter Lengualerta. Umspielt werden die Konzerte von reichhaltigem Rahmenprogramm, das Besucher*innen unter anderem zum Piñata-Bau, lateinamerikanischen Grooves und mexikanischen Köstlichkeiten einlädt, der unter anderem von den Nueva Cumbia-Veteranen Chico Trujillo, dem kolumbianischen Psychpop-Trio Los Pirañas und Cumbia-Dub Botschafter Lengualerta aus Mexiko bespielt wird. Bereits ab 14 Uhr ein Workshop-Programm im Rossstall II statt.

Vorverkauf: Telefon +41 61 666 6000, buero@kaserne-basel.ch