L123

Die wichtige Ost-West über Wieden macht weiterhin Probleme

BZ, dsa

Von BZ-Redaktion & Dirk Sattelberger

Di, 17. September 2019 um 17:06 Uhr

Kleines Wiesental

Die Sanierungsarbeiten an der Straße von Wieden nach Münstertal (L123) haben wieder begonnen. Kommendes Jahr soll die Strecke sogar komplett gesperrt werden, wann und wie lang, ist unklar.

Eine wichtige Ost-West-Verbindung vom Schwarzwald in die Rheinebene macht weiterhin Probleme: Jetzt und in den nächsten Monaten bereiten einseitige Sperrungen auf der L 123 zwischen Wiedener Eck und Münstertal Verkehrsbehinderungen.Im kommenden Jahr soll die Strecke sogar komplett gesperrt werden.

Grund sind aufwändige Sanierungsarbeiten an Stützwänden am Platzelehof und am Felsen Scharfenstein. Dort wurden nach einer Zwangspause im Sommer die Bauarbeiten wieder aufgenommen. Zwischen der Abzweigung zum Stohren und dem Wiedener Eck gibt es seitdem mehrere halbseitige Sperrungen. Ein Ende der Bauarbeiten sei bisher nicht absehbar, teilt das Regierungspräsidium Freiburg (RP) mit. Aufgrund der mehrfachen Ampelregelungen auf der L 123 könne es zu längeren Fahrtzeiten und Verspätungen im Busverkehr kommen.

Eine Stützwand macht Probleme

Beim Platzelehof wird eine Stützwand saniert, am sogenannten Lusthäusle hat das RP den Baugrund an einer weiteren Stützwand untersuchen lassen; sie muss in den kommenden Jahren saniert werden. Bei der Sanierung der Stützwand am Scharfenstein kam es im Juni zu einer Verunreinigung eines Baches unterhalb der Mauer, weil Beton auslief Die Bauarbeiten wurden eingestellt und die ursprünglich für diesen Sommer geplante Vollsperrung verschoben.

Da die ursprünglich geplante Methode bei der Mauersanierung nicht funktioniert, werden an der Stützwand in den kommenden Wochen Versuchsfelder eingerichtet, um eine andere Technik zu erproben. Münstertals Bürgermeister Rüdiger Ahlers sagte, er habe sich kürzlich einen Tag im Regierungspräsidium über alternative Methoden der Mauersanierung informieren lassen; zur Anwendung könnte ein Verfahren kommen, bei dem mit Nadeln feiner dosiert Substanz in die Stützmauer gespritzt werden könnte. Die weiteren Sanierungsschritte hängen von den Ergebnissen der Versuchsfelder am Scharfenstein ab.

Ohne ein genaues Datum zu nennen, teilte das RP mit, dass die weitere Sanierung der Stützwände nun für das kommende Jahr vorgesehen ist. Dann werde auch eine Vollsperrung der L 123 nicht zu vermeiden sein. Umleitungen erfolgen voraussichtlich über Neuenweg-Haldenhof und Schauinsland-Stohren.