Radelnd zur Arbeit

tmn

Von tmn

Mi, 29. Mai 2019

Kollektive

Rad und Pedelec vom Chef: Steuerbefreiung möglich.

Seit Jahresanfang gibt es für Diensträder in Deutschland eine Steuerbefreiung: Stellt der Chef einem Arbeitnehmer ein Fahrrad oder Pedelec zur Verfügung, das dieser auch privat nutzen darf, so muss der Beschäftigte diesen geldwerten Vorteil nicht mehr versteuern. Diese Regelung greift allerdings nur, wenn das Fahrrad nicht über eine Gehaltsumwandlung finanziert wurde. Darauf macht der Bundesverbandes Lohnsteuerhilfevereine (BVL) aufmerksam. Voraussetzung ist also: Der Chef muss das Fahrrad dem Arbeitnehmer zusätzlich zu seinem Gehalt zur Verfügung stellen.

Damit die Steuerbefreiung gilt, sollten Arbeitnehmer also nicht auf einen Teil ihres Bruttogehaltes zugunsten des Dienstfahrrades verzichten. Darauf sollten Arbeitnehmer achten, wenn sie mit ihrem Chef über das Thema Dienstfahrrad sprechen. Zudem muss es sich wirklich um ein Fahrrad handeln; und nicht um ein Rad, dessen Motor ein Tempo von mehr als 25 Kilometer pro Stunde unterstützt. Dann zählt das Elektrorad zu den Kraftfahrzeugen.

Will der Chef das Fahrrad nicht zusätzlich zum Gehalt finanzieren, gibt es noch eine andere Möglichkeit: Arbeitnehmer können von der Steuerbefreiung profitieren, wenn sie auf freiwillige Sonderzahlungen verzichten, wenn das Rad oder Pedelec also zum Beispiel über freiwillig gezahltes Urlaubs- oder Weihnachtsgeld oder Bonuszahlungen finanziert wird. Die Voraussetzung für die Steuerbefreiung ist laut BVL erfüllt, wenn Arbeitnehmer auf solch ein freiwillig zu zahlendes Entgelt zugunsten des Rades verzichten.