BZ-Interview [ANZEIGE]

Kompetenz und Zuverlässigkeit

Bernhard Amelung

Von Bernhard Amelung

Do, 01. März 2012 um 16:31 Uhr

Anzeige Götz+Moriz hat sich seit seiner Gründung zu einem Fachhändler für Bauen und Modernisieren entwickelt. André Engler blickt im BZ-Gespräch zurück auf Meilensteine der Unternehmensgeschichte und was das Jahr 2012 bringen wird.



BZ:
Herr Engler, Götz+Moriz wurde 1937 durch Wilhelm Götz als Einzelunternehmen gegründet. Heute beschäftigt die Götz+Moriz GmbH 320 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Was waren die Meilensteine in der Firmengeschichte?

André Engler: In 75 Jahren hat sich viel getan und verändert. Deshalb ist es schwierig Meilensteine heraus zu heben. Bedenken Sie, dass die Firma vor dem 2.Weltkrieg gegründet wurde und durch den Krieg quasi bei Null wieder beginnen musste.

Ich denke das man die ersten Jahre nach dem Krieg, in dem die beiden Firmengründer Wilhelm Götz und Leopold Moriz unter schwierigsten Umständen mit großem persönlichem Einsatz das Unternehmen wieder auf die Beine gestellt haben, als einen Meilenstein ansehen kann. Weitere sind sicherlich 1963 der Erwerb eines 27.000 qm großen Grundstücks mit Gleisanschluss in der Lörracher Straße in Freiburg. Auf dem Areal wurden 2 Geschäftsgebäude mit Werkstattbereich und Lagerhallen erstellt. Durch die Erweiterung konnte der Fliesenhandel als Schwerpunkt ausgebaut werden. Parallel zu dieser Ausweitung in Freiburg, wurden in diesem Zeitraum nacheinander Niederlassungen in Emmendingen, Titisee, Waldkirch, Bad Krozingen und Offenburg eröffnet.

1978 wurde dann in Freiburg ein 28.000 qm großes Grundstück in der Basler Landstraße erworben. Hier eröffnete 1981 das Fliesenhaus mit einer Ausstellungsfläche von 1.200 qm. Mit diesem Outlet wurde die Position als Marktführer im Bereich Fliesen gefestigt. 1985 wurden sämtliche Gesellschaftsanteile der Firma Theiss + Harter GmbH und 1986 die Firma Schneider Baustoffe erworben. Dadurch wurde das Verkaufsgebiet mit den Standorten Müllheim, Kandern, Weil am Rhein, Lörrach, Rheinfelden und Bad Säckingen nach Süden erheblich erweitert und Götz+Moriz positionierte sich als absoluter Marktführer bei Baustoffen und Fliesen in Südbaden. Ein weiterer Meilenstein ist sicherlich der Eintritt der BWH GmbH (jetzt Wertheimer Beteiligungsgesellschaft mbH) im Jahre 1998, dies führte unter neuer Geschäftsführung zu einer Neustrukturierung des Unternehmens in den folgenden Jahren. In diesem Zusammenhang steht dann auch die Zusammenlegung der beiden Freiburger Standorte nach umfangreichen Umbauten in der Basler Landstraße.

BZ: Welches sind heute die Hauptsäulen des Unternehmens?

André Engler: Die Hauptsäulen sind unsere treuen und zufriedenen Kunden und unsere engagierten und gut ausgebildeten Mitarbeiter.

BZ: Wie kann man als mittelständisches Unternehmen erfolgreich gegen die Großen der Branche bestehen?

André Engler: Nur wenn man sich den Erfordernissen der sich gerade in den letzten Jahren erheblich veränderten Marktsituation frühzeitig stellt und die eigene Organisationsstruktur beziehungsweise Vertriebsmaßnahmen danach ausrichtet. Dazu gehören gut ausgebildete Mitarbeiter die in einem dynamischen Prozess ständig weitergebildet werden und so den gegenwärtigen und zukünftigen Anforderungen gerecht werden. Ein weiterer Punkt ist der enge Kontakt zu unseren Unternehmerkunden, hier haben wir mit unseren Außendienstmitarbeitern und unseren Sachbearbeitern im Innendienst eine optimale Kommunikation.
Ein weiterer Erfolgfaktor ist unsere Mitgliedschaft in einer starken Kooperation mit hagebau und der Firmenverbund der Wertheimer Gruppe mit Standorten von Bretten bis Bad Säckingen.

BZ: Götz+Moriz ist außerdem Mitglied im Netzwerk qualifizierter Modernisierungsbetriebe in Südbaden. Wie hat sich diese Partnerschaft entwickelt?

André Engler: Wir haben uns frühzeitig der Modernisierungsoffensive der hagebau angeschlossen und zusammen mit Handwerksbetrieben aus unserem Kundenkreis das Netzwerk qualifizierte Modernisierungsbetriebe gegründet. Die Mitgliedsbetriebe wurden in einem 2-tätigen Seminar nach einem vom Institut für Handwerks-Marketing (in Augsburg) entwickeltem Programm zertifiziert. Innerhalb des Unternehmens haben wir 3 IHK-ausgebildete Projektbetreuer ein 4. Kollege durchläuft gerade die Ausbildungsphase. Weiterhin gehören 4 externe Projektbetreuer, Bauingenieure oder Architekten, die Bauleitungen übernehmen und Energieberater zum Netzwerk. Somit kann das Netzwerk mit Energieberater, Projektbetreuer, Händler und Handwerksbetriebe für alle Gewerke eine komplette Dienstleistung für jedes Bau- oder Modernisierungsprojekt anbieten. Dieses Paket muss dem potentiellen Bauherren kommuniziert werden, dies bedarf Zeit, da aufgrund der Komplexität des Ganzen einfache Werbebotschaften nicht ausreichen.

Wir versuchen mit zahlreichen Veranstaltungen wie Energieeinspar- oder Schimmelinfoveranstaltungen, redaktionellen Berichten und Anzeigen die Vorteile des Netzwerkes für den Endkunden zu kommunizieren. Insgesamt sind wir mit der Entwicklung der Partnerschaft zufrieden und sehen hier für die Zukunft noch großes Potential.

BZ: Wie geht Götz+Moriz mit den Themen Umweltschutz und soziale Verantwortung um?

André Engler: Wir haben uns vor Jahren entschieden den größten Teil des verfügbaren Budgets 2 sozialen Projekten zu kommen zu lassen. Dies sind die Tüllinger Höhe in Lörrach, eine Jugendhilfeeinrichtung der Diakonie und den Förderverein für krebskranke Kinder in Freiburg. Auch die Mitarbeiter beteiligen sich mit Geldbeträgen, so wird jedes Jahr auf den Weihnachtsfeiern zugunsten der Projekte eine Tombola durchgeführt. Soweit möglich unterstützen wir von Fall zu Fall auch weitere Projekte, so wurden im September 2012 an den 4 Samstagen von jedem 1 € Umsatz 10 Cent für den Wiederaufbau des St. Peter und Paul Kindergarten in Freiburg-St. Georgen gespendet.

Im Bereich Umweltschutz arbeiten wir eng mit der hagebau Kooperation zusammen. So werden nur Lieferanten und Produkte im Bereich Gartenholz berücksichtigt die FSC zertifiziert sind. Die hagebau lässt Baustoffe durch unabhängige Institute regelmäßig bezüglich der Inhaltsstoffe und möglicher Gefahren prüfen beziehungsweise fordert diese Prüfzeugnisse von unseren Lieferanten ein. Im Hause achten wir auf Mülltrennung, so dass Wertstoffe dem Wiederverwendungsprozess zugeführt werden.

BZ: Was erwartet uns im Jubiläumsjahr 2012?

André Engler: Sehr viel, wir haben viele gute Ideen gesammelt. Dabei wurden alle Mitarbeiter frühzeitig in den Findungsprozess miteinbezogen. Die besten 3 Ideen aus dem Mitarbeiterkreis haben wir dann mit Gutscheinen für eine Übernachtung für 2 Personen mit Eintrittskarten für den Europa-Park in Rust prämiert. Alle Aktionen aufzuführen würde den zu Verfügung stehenden Rahmen sprengen, deshalb hier nur 2-3 Beispiele.

Wir haben einen Coupon-Jahreskalender erstellt, auf dem sämtliche Endkundenveranstaltungen aufgeführt sind und in jedem Monat ein Coupon mit einem Schnäppchenangebot abgebildet wurde. Diesen Kalender haben wir als Flyer an alle Haushalte im Verkaufsgebiet verteilt beziehungsweise als Streifenkalender in unseren Niederlassungen verschenkt.

Im Januar hat jeder Kunde unter Vorlage seines Personalausweises, der im Januar 1937 geboren wurde, also im gleichen Monat und Jahr wie Götz+Moriz gegründet wurde, einen Einkaufgutschein im Wert von 75,- € erhalten. Im Rahmen unserer Modernisierungsoffensive können sich soziale Einrichtungen, Kindergärten und Schulen um 3x Material für geplante Bau- oder Modernisierungsprojekte in Höhe von je 25.000,- € bewerben. Dasselbe mit einem Wert von 7.500 € haben wir auch für 3 Familien ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist für diese Aktion läuft noch bis 31.03.2012.

BZ: Wie sehen Sie die nächsten zehn Jahre von Götz+Moriz?

André Engler: Ich glaube dass wir mit unserer Organisations- und Vertriebsstruktur sehr gut für die Erfordernisse der Zukunft aufgestellt sind. Zukunftsthemen versuchen wir frühzeitig an zu gehen und uns auf die damit verbundenen Veränderungen einzustellen. Wir werden in einem relativ stagnierenden Markt weiter durch Steigerung von Marktanteilen gesund wachsen. Bereits heute bestehende Vertriebsaktivitäten in unseren beiden Nachbarländer der Schweiz und Frankreich werden durch personelle und organisatorische Veränderungen verstärkt werden.

Wir wollen und werden unseren Leitideen treu bleiben und auch in Zukunft ein kompetenter und zuverlässiger Partner für unsere Kunden sein.

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