HR-Dossier

Kreative Ideen ziehen Blicke auf sich – auch bei Anzeigen

Mi, 27. Mai 2020 um 15:43 Uhr

Wer Fachkräfte sucht oder Stellen in einer weniger nachgefragten Branche besetzen muss, ist gut beraten, wenn seine Anzeigen positiv auffallen.

Wer sich jetzt endlich mal Zeit für die Dinge nimmt, die sonst immer liegen bleiben, macht schon den ersten Schritt in die richtige Richtung. Stellenanzeigen laufen oft über viele Jahre mit unveränderter Optik, egal ob das Unternehmen einen Programmierer oder einen neuen Logistikchef sucht. Wiedererkennung ist wichtig, aber eine gezielte und zielgruppengerechte Ansprache sorgt in der Regel für mehr Rücklauf.

Bild vor Text
Egal, welche Seite in welcher Zeitung oder welchem Magazin jemand aufschlägt, zuerst fallen einem die Bilder auf. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte". Die meisten Stellenanzeigen sind austauschbare Buchstabenwüsten – nur sehr wenige nutzen Fotos, um die Blicke auf sich zu ziehen. Wer Menschen aus festen Arbeitsverhältnissen locken will, sollte sich dafür die passenden Bildmotive suchen. Ein motivierter Kollege am Arbeitsplatz, die gutgelaunte Belegschaft beim Teamevent oder eine nette Szene am Kaffeeautomaten und schon wandern die Blicke der Leser auf diese Anzeige.

Gute Headline – kreative Berufsbezeichnung
Eine passgenaue Überschrift, die verrät wie das Unternehmen tickt und damit auch die richtigen Signale in Richtung Zielgruppe sendet, lohnt sich immer. Dafür kann man ruhig mal einen Experten aus dem Marketing-Team ansprechen oder sich auch externe Hilfe holen. Gute Wirkung zeigen auch kreative Wortschöpfungen statt der offiziellen Berufsbezeichnungen: Abendverschönerer statt Servicekraft, Feinschmecker statt Koch; Zuhörer statt Altenpfleger oder Teigverzauberer statt Bäckermeister – hier spürt der angesprochenen Bewerber gleich, dass sein Beruf wertgeschätzt wird. Aber Achtung: Diese Wortschöpfungen sind in Printanzeigen ein echter Hingucker, aber für Online-Anzeigen nicht geeignet. Hier wird Ihre Anzeige nur dann in der Suchanfrage gefunden, wenn Sie die offizielle Berufsbezeichnungen nennen. Weitere Tipps für Online-Stellenanzeigen finden Sie hier.

Weniger Text für kreativen Freiraum
Sicher gibt es viele Anforderungen, die der Bewerber im besten Fall alle erfüllen sollte. Wenn das Ziel heißt, kreative Quereinsteiger und Menschen mit Entwicklungspotenzialen auszuschließen, dann kann man bei der langen Liste bleiben. Ansonsten verkürzen Sie die Wunschliste auf das Wesentliche und legen Sie mehr Wert auf das, was das Unternehmen zu bieten hat. Eine ausführliche Positionsbeschreibung kann man im JOBMARKT online hinterlegen, so dass der Bewerber beim zweiten Blick weitere Details erfährt und prüfen kann, ob das gesuchte Profil zu ihm passt.

Wertschätzung von Anfang an
Wer schon aus der Stellenanzeige heraus lesen kann, dass sein Arbeitsplatz im Unternehmen wert geschätzt wird, der hat von Anfang an einen positiven Eindruck vom zukünftigen Arbeitgeber. Nutzen Sie die wenigen Zeilen aus, um dem Bewerber zu vermitteln, welche Vorteile er an seinem neuen Arbeitsplatz vorfinden wird und warum es sich für ihn lohnt, den Wechsel zu vollziehen. Wie bei guter PR üblich, ist es am glaubwürdigsten, wenn man andere Menschen für sich sprechen lässt. Zum Beispiel den altersbedingt ausscheidenden Mitarbeiter, der seinem potenziellen Nachfolger die Vorteile seiner Tätigkeit erklärt.

Kreative Power vom Fachmann
Wer jetzt voller Tatdrang ist, aber genau weiß, dass ihm die Fähigkeiten für gute Texte oder Headlines fehlen, der sollte nicht gleich aufgeben, sondern sich an die Experten wenden. Entweder hilft die Marketing-Abteilung im eigenen Unternehmen oder man beauftragt externe Berater. In der Regel werden immer wieder die gleichen drei bis zehn Positionen gesucht, so dass sich der finanzielle Aufwand meistens in Grenzen hält. Manchmal fällt es einem auch nach den ersten Mustern leicht, selbst kreativ zu werden. Probieren Sie es aus!
Sie haben noch Fragen zum Thema Anzeige? Das JOBMARKT-Team berät Sie gerne: 0800 22 24 22 404 oder stellen@badische-zeitung.de