Denkmalschutz

Alte Schwarzwaldhöfe: Moderne Landwirtschaft ist kaum möglich

Gabriele Hennicke

Von Gabriele Hennicke

Mi, 17. September 2014 um 11:03 Uhr

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

Viele Schwarzwaldhöfe stehen leer und sind vom Verfall bedroht. Aber wie kann man in einen denkmalgeschützten Hof moderne Landwirtschaft betrieben? Ein Netzwerk sucht nach Lösungen.

Alte Höfe prägen das Landschaftsbild des Schwarzwalds und sind beeindruckende Zeugen einer Jahrhunderte alten bäuerlichen Baukultur. Das Netzwerk von Hofeigentümern im Naturpark Südschwarzwald macht sich für den Erhalt und die behutsame Sanierung dieser Höfe stark, denn viele stehen leer und sind vom Verfall bedroht. Diese Frage wurde bei einer Besichtigung des Kleisermartinshofs in Titisee-Neustadt diskutiert, zu der das Netzwerk eingeladen hatte.

Der Kleisermartinshof liegt auf gut 900 Metern Höhe im Spriegelsbachtal, einem offenen Hochtal zwischen Titisee und Neustadt. Schon vor dem Jahr 1620 gab es den Hof nachweislich. Der klassische Schwarzwälder Eindachhof, wie er heute da steht, datiert aus dem Jahr 1729. Der Kleisermartinshof soll der erste Hof im Schwarzwald sein, der in Längsrichtung parallel zum Tal errichtet wurde. Zuvor hatte man die Höfe mit bergliegendem Wohnteil gebaut, um den Wohnteil vor Wärmeverlust zu schützen. "Wir haben eigentlich immer irgendwo umgebaut oder saniert. Das war die ganzen Jahrhunderte so, seit es den Hof gibt", sagte Eugen Ketterer, der mittlerweile der 19. Bauer auf dem Hof ist und ihn seit 1976 im Vollerwerb bewirtschaftet. Mit seinem jüngsten Sohn Jens steht schon die 20. Generation bereit und will weitermachen.

Was gibt die Scheune her?
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