Einsatzfahrt

Staatsanwalt ermittelt gegen den Störer eines Rettungswagens wegen Verdachts der Nötigung

Sophia Hesser

Von Sophia Hesser

Fr, 15. Februar 2019 um 18:01 Uhr

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

Der Fahrer eines Kastenwagens soll Mitte Januar einen Rettungswagen auf der B 31 zwischen Falkensteig und Himmelreich behindert haben. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft den Fall übernommen.

Der Fahrer eines Kastenwagens soll Mitte Januar einen Rettungswagen auf der B 31 zwischen Falkensteig und Himmelreich behindert haben. Er konnte mittlerweile ermittelt werden und ist laut Polizei auch der Halter des Wagens und gibt auch zu, den Wagen zu dem Zeitpunkt des Vorfalls gefahren zu haben.

Der Mann Mitte 50 aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald gibt aber an, zur Seite gefahren zu sein, als er den Rettungswagen im Rückspiegel gesehen hat, so berichtet Polizeisprecher Jerry Clark jetzt.

Die Polizei hat weitere Zeugenaussagen aufgenommen und die Ermittlungen mittlerweile abgeschlossen.

Der Fall ging nun an die Staatsanwaltschaft Freiburg, die ihn prüft und dann entscheidet, ob es ein strafrechtliches Verfahren gibt. Bei Fällen von Nötigung können laut Polizei eine Geldstrafe oder sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren drohen.

Was passiert ist:

Der Fahrer des Wagens des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gab im Januar an, er habe nicht so schnell wie nötig nach Freiburg in eine Klinik fahren können – an Bord war ein Kind als Patient und unter anderem auch ein Babynotarzt. Der Kastenwagen habe ihn am Überholen gehindert. Mehrfach habe der Sprinter sowohl an einspurigen, als auch an zweispurigen Stellen nach links gezogen und so den Weg versperrt.

Der Freiburger DRK-Kreisverband hat deshalb Anzeige gegen den Fahrer erstattet. Die Polizei ermittelte wegen des Verdachts auf Nötigung. Eine Woche nach dem Vorfall meldete die Polizei, sie habe den Halter ermitteln können.

Mehr zum Thema: