Von der Bibel bis Roland Emmerich

Die Lust am Weltuntergang

Alexander Dick

Von Alexander Dick

Do, 19. November 2009 um 10:12 Uhr

Kultur

Prophezeiungen vom Weltuntergang durchziehen die gesamte Menschheitsgeschichte. Mitunter ist ihr Ursprung weit pragmatischer als ihre Interpretation. Notizen zur Angst vor dem und der Lust am Weltuntergang.

Die Rechnung scheint aufzugehen: Roland Emmerichs Weltuntergangsspektakel "2012" erobert im Handstreich die Kinos. In Deutschland stürmte der 200 Millionen Dollar teure Schocker sofort an die Spitze der Top Five.Es lässt sich gut verdienen mit Apokalypse und Weltuntergang. Die der Menschheit schon des öfteren vorausgesagt wurden. Ist es die urmenschliche Angst vor dem Untergehen? Oder die Lust daran?

Der 5. Mai 2000 war ein warmer, freundlicher Frühlingstag. Zumindest in diesen Breiten. Keine Anzeichen von Weltuntergang. Der wiederum war just von einer Reihe Astrologen für diesen Termin prophezeit worden. Begründung: Weil alle inneren Planeten des Sonnensystems auf einer Linie stünden und die daraus resultierende Steigerung der Sonnenaktivität Auswirkungen auf die Erdkruste hätte. Nichts passierte. Auch die nächste Chance zur Apokalypse, wenig später am 31. Mai, ließ der Globus ungenützt verstreichen. Da sollte wieder der Stern von Betlehem erscheinen, was knapp 2000 Jahre zuvor wenn nicht zur Apokalypse so doch zu einem religionsstiftenden Ereignis geführt hatte. Dass im übrigen gerade die Jahrtausendwende den Untergangspropheten Hochkonjunktur bescherte, sei angemerkt. Eine inoffizielle Auflistung möglicher Weltuntergangstermine - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - zählt für das Jahr 2000 ...

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