Filmzensur

Gekürzt, verändert, verunstaltet, verboten

Kulturredaktion

Von Kulturredaktion

Di, 17. März 2009 um 00:17 Uhr

Kultur

Ob zur "Wahrung der öffentlichen Sittlichkeit"oder zur Herrschaftssicherung in totalitären Regimes: Seit es Filme gibt, werden sie gekürzt, verändert, verboten. Die BZ hat Beispiele aus 100 Jahren Filmzensur und -manipulation zusammengetragen.

Vor 100 Jahren wurde in New York weltweit die erste nationale Filmzensurbehörde gegründet: Das neue Massenmedium Film, das sich in Windeseile verbreitete, bediente hemmungslos die Schaulust.

1942/1952: "Casablanca"
Ein merkwürdiger Fall von Zensur: Erst zehn Jahre nach seiner US-Premiere gelangte "Casablanca" in die deutschen Kinos, allerdings um 20 Minuten gekürzt und in einer Synchronisation, die erheblich vom Original abweicht. Mit dem Thema Nationalsozialismus glaubte der US-Verleih beim bundesdeutschen Nachkriegspublikum nicht Kasse machen zu können, also wurde aus dem Widerstandkämpfer Laszlo ein norwegischer Physiker, wurden alle Handlungsstränge um deutsche Nazis und kollaborierende Franzosen gestrichen. Erst 1975 kam es zu einer adäquaten Synchronisation. Der berühmteste Übersetzungsfehler aber blieb und wurde Kult: Humphrey Bogarts "Here’s looking at you, ...

BZ-Archiv-Artikel

Einfach registrieren und Sie können pro Monat 10 Artikel kostenlos online lesen - inklusive BZ-Plus-Artikel und BZ-Archiv-Artikel.

Gleich können Sie weiterlesen!

Exklusive Vorteile:

  • 10 Artikel pro Monat kostenlos
  • BZ-Plus-Artikel lesen
  • Online-Zugriff auf BZ-Archiv-Artikel
  • Qualitätsjournalismus aus Ihrer Heimat
  • An 18 Standorten in Südbaden – von 150 Redakteuren und 1500 freien Journalisten
  • Verwurzelt in der Region. Kritisch. Unabhängig.
  • Komfortable Anzeigenaufgabe und -verwaltung
  • Weitere Dienste wie z.B. Nutzung der Kommentarfunktion
  • Zugang zu mehreren Portalen der bz.medien: badische-zeitung.de, fudder.de und schnapp.de

* Pflichtfelder

Anmeldung

* Pflichtfelder

Meine BZ