Herzkammer der Kleinkunst

Michael Baas

Von Michael Baas

Fr, 15. März 2019

Kultur

Das Fauteuil & Co. in Basel.

Basel gehört zu den Herzkammern der Schweizer Kleinkunst. Tatsächlich erhebt das 1957 eröffnete Theater Fauteuil sogar den Anspruch, der Geburtshelfer der Schweizer Kleinkunstszene gewesen zu sein, ein Vorbild vieler anderer Kleinkunstbühnen zu sein und bis heute Impulse in die deutschsprachige Kleinkunstszene auszusenden. Diese Botschaften fußen inzwischen aber auf deutlich verbreiterter Basis. Denn mit dem Tabourettli kam in den 70er-Jahren eine zweite Kleinkunstbühne dazu; diese schmückt sich seit einem Umbau durch den spanischen Architekten Santiago Calatrava 1989 gar mit dem Titel, "Europas schönste Kleinkunstbühne". Als dritte Spielstätte wird zudem der historische Kaisersaal über dem Tabourettli mit Platz für 150 Besucher genutzt.

Diese Säle werden bespielt mit einem Mix aus Comedy, Mundart-Komödien, Konzerten – von A cappella bis Bluesgrass – und viel Kabarett. Die aktuelle Gästeliste reicht da von der Distel aus Berlin über Hans-Joachim Heist alias Gernot Hassknecht, den Wutbürger aus der ZDF-Heute-Show, bis Lisa Fitz und Florian Schröder – Namen, die hierzulande große Säle füllen. Dazu kommt die erste Liga der Schweizer Szene wie der Satiriker Andreas Thiel, der ab 20. März seinen "Streichelzoo" präsentiert. Im April gastieren Dr. med Marco Caimi, der Comedian und "Arzt für Lachfalten", Bänz Friedli, der Autor und Wortakrobat mit seinem so tagesaktuellen wie philosophischen Erzählkabarett und der Doyen des Schweizer Kabaretts Emil Steigenberger in Basel, aber auch deutsche Genregrößen wie Lars Reichow (3.) oder Matthias Richling (10. April).

Termine, Info: http://www.fauteuil.ch