Auktion

In München werden Devotionalien von Nazi-Größen versteigert

Patrick Guyton

Von Patrick Guyton

Mo, 20. Juni 2016

Kultur

Die Veranstaltung ist umstritten, von NS-Fetischismus ist die Rede. Museen und Dokumentationsstätten stellen sich einen anderen Umgang mit dem Material vor.

Wie ein Geheimkommando wirkt diese Auktion, bei der in München am vergangenen Wochenende eine große Menge an NS-Devotionalien unter den Hammer gekommen sind – darunter abgeschmackte Dinge wie Hermann Görings Unterhose oder Adolf Hitlers Socken. Ein Türsteher hat sich vor dem unscheinbaren Eingang des Auktionshauses Hermann Historica aufgebaut und befragt Interessenten, die zu der Versteigerung wollen. "Sind Sie Sammler?" Er holt Franz Hermann her, den Mitbesitzer des Hauses. Der erkundigt sich, was man genau sammelt und welche Gegenstände man ersteigern will. "Postkarten? Nein, das reicht nicht, kein Zutritt." Einem anderen Interessenten hält Hermann vor: "Ich kenne Sie gar nicht."

Ja, man kennt sich in diesem Markt, der braun und trüb und sumpfig ist. Und man will unter sich bleiben. Kritik hat es im Vorfeld gegeben – etwa von Charlotte Knobloch, der ehemaligen Präsidentin des ...

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