Der fünfte Film

Neue Heidegger-Dokumentation erstmals in Freiburg

Bettina Schulte

Von Bettina Schulte

Mi, 22. Juli 2009 um 16:57 Uhr

Kultur

Er war Rektor der Freiburger Universität, als Philosoph von großem Einfluss – und gleichzeitig tief in die Ideologie des Nationalsozialismus verstrickt. Ein neuer Dokumentarfilm will jetzt Martin Heideggers gesamte geistig-politische Biographie nachvollziehen.

Vielleicht braucht es den unbefangenen Blick von außen, um sich auf solch kontaminiertes Gelände zu begeben. Und es braucht offensichtlich auch einen langen Atem. Vor 13 Jahren hat der amerikanische Philosoph und Filmemacher Jeffrey van Davis begonnen, einen Dokumentarfilm über den nach 1945 mit einem lebenslänglichen Lehrverbot belegten Freiburger Philosophen Martin Heidegger zu drehen. In New York interviewte er mit Richard Wolin einen der renommiertesten Kenner des Meßkircher Denkers, der sich 1933 aus Begeisterung für das Führerprinzip von den Nationalsozialisten kurzzeitig zum Rektor der Albert-Ludwigs-Universität machen ließ.

Das 16-Millimeter-Material landete fürs Erste im Keller. Jetzt sieht man Wolin in würdigem Schwarzweiß – die Farben hatten sich in der Zwischenzeit zu stark verändert. Sechs Jahre brauchte van Davis, der seit einigen Jahren in Überlingen am Bodensee lebt, im zweiten Anlauf bis zur Fertigstellung des Films. "Only A ...

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