Erklär's mir: Warum gibt es bei uns jüdische Museen?

Bettina Schulte

Von Bettina Schulte

Di, 25. Juni 2019

Kunst

Wir Deutschen haben ein besonderes Verhältnis zu den Juden. Vor 86 Jahren fingen die Nationalsozialisten an, die Juden erst in Deutschland, dann in ganz Europa zu verfolgen. Sie behaupteten, Menschen jüdischen Glaubens nicht so viel wert wie andere Menschen. Das stimmt natürlich nicht. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs hatten sie sechs Millionen Juden ermordet. Damit dieser Völkermord nie vergessen wird, sind in der Bundesrepublik nach dem Krieg viele jüdische Museen gegründet worden. Sie erinnern auch an das jüdische Leben und die jüdische Kultur in den Zeiten, als die Juden als Mitbürger willkommen waren. Das größte jüdische Museum Europas steht in Berlin. Es erzählt von 1700 Jahren deutsch-jüdischer Geschichte. 1933 wurde das erste jüdische Museum in Berlin eröffnet. Fünf Jahre später wurden fast alle Synagogen, jüdische Gotteshäuser, angezündet und das Museum von der Polizei geschlossen. Das neue Jüdische Museum wurde 2001 eröffnet.