Schwierige Freundschaft

Christa Sigg

Von Christa Sigg

Di, 22. Oktober 2019

Kunst

BZ-Plus Eine Ausstellung im Münchner Lenbachhaus über Marianne von Werefkin und Alexander Jawlensky.

Mehr Drama geht nicht. So feurig glühen diese Pupillen, so unheimlich züngeln giftiges Grün und grelles Gelb übers Gesicht. Dazu kommen diese alarmroten Lippen und die dämonischen Augenbrauen. Was, fragt man sich, geht in einer Frau vor, die sich 1910 an der Grenze zur Fratze porträtiert? Zeugt das von Selbstbewusstsein? Oder war Marianne von Werefkin (1860–1938) wieder mal auf 180, weil sich ihr Gefährte Alexej von Jawlensky (1864–1941) wie so oft mit einer anderen vergnügt hat? Womöglich trifft beides zu. Werefkin, um die 50, hatte sich endlich wieder zum Malen durchgerungen und zu einem hochexpressiven Stil gefunden – meilenweit entfernt vom Realismus ihres Lehrers Ilja Repin, bei dem sie in den 1880er Jahren ...

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