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Geschichte

Vor 80 Jahren eröffnete in München das "Haus der Deutschen Kunst"

Es war Hitlers Propaganda-Museum: Das "Haus der Deutschen Kunst". Die erste Ausstellung zeigte 600 Werke so genannter "entarteter Kunst".

  • „Weißwurstallee“: die Fassade des NS-Monumentalbaus mit ihren 20 Kalksteinpfeilern Foto: Maximilian Geuter

Schon seit zwei Tagen war die Stadt eine einzige Festmeile. Entlang der Prachtstraßen flatterten zwölf Meter lange Hakenkreuzfahnen, nachts wurden die zentralen Baudenkmäler angestrahlt. Und um den Jubel gleich noch menscheln zu lassen, mussten die Münchner Leuchtbecher ins Fenster stellen, und zwar in sämtlichen Wohnungen, die der drei Kilometer lange Festzug am dritten Tag passierte: Vor 80 Jahren war die Eröffnung des "Hauses der Deutschen Kunst" am 18. Juli ein gewaltiges Propaganda-Spektakel.

Über 8000 Künstler und Komparsen beteiligten sich an dieser Parade, "2000 Jahre deutscher Kultur" zogen durch die "Hauptstadt der deutschen Kunst", vom Germanenhelm bis zu den Modellen der Nazi-Monumentalbauten. Adolf Hitler sah sich am Ziel, die fatale NS-Kulturpolitik hatte nun ihren Tempel und der gescheiterte Postkartenmaler eine megalomane Bühne für seinen zweifelhaften ...

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