"Kunst in der Kirche muss gut sein"

Sa, 24. Mai 2008

BZ-Interview mit Bernd Mathias Kremer, dem langjährigen Bau- und Kunstreferenten der Erzdiözese Freiburg

Bernd Mathias Kremer wurde 1945 in Radolfzell geboren und ist in Freiburg aufgewachsen. 27 Jahre, bis zum Eintritt in den Ruhestand Ende März 2008, war er im Erzbischöflichen Ordinariat seiner Heimatstadt tätig: erst als Leiter der Abteilung Allgemeine Verwaltung, danach 19 Jahre als Bau- und Kunstreferent des Erzbistums. Mit dem promovierten Juristen sprach Johannes Adam über die Renovierung der Kirchen, die baulichen Konsequenzen der Liturgiereform und den Dialog der Erzdiözese mit der zeitgenössischen Kunst.

BZ: Herr Kremer, wie fanden Sie als Jurist zur Kunst?
Bernd Mathias Kremer: Kunst war von Kindheit an mein Hobby. Ich hatte mir überlegt, ob Kunstgeschichte das richtige Studium für mich wäre, mich dann aber doch für den mehr pragmatischen Weg des Juristen entschieden, wobei ich mich aufs Staatskirchenrecht und die Rechtsgeschichte spezialisiert habe. Auch während des Jurastudiums habe ich kunstgeschichtliche Vorlesungen gehört.

BZ: Was waren Ihre Aufgaben als Bau- und Kunstreferent der Erzdiözese?
Kremer: Zur Erzdiözese zählen mehr als 1100 Kirchengemeinden. Jede Baumaßnahme ab einem gewissen Volumen muss genehmigt werden. Auch jede denkmalpflegerische Maßnahme und alles, was sich auf Kunst bezieht – unabhängig vom Betrag, der investiert wird.


BZ: Mussten Sie sich von der Statik bis zur Orgel, von der Heizung bis zum Altarbild um alles kümmern?
Kremer: Im Grunde schon. Wobei ja nicht der Abteilungsleiter für den praktischen Vollzug zuständig ist. Wir haben dafür die Erzbischöflichen Bauämter und freie Architekten, die die Renovationsvorhaben durchgeführt haben. Für Orgeln gibt es einen ...

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