Herrischried

Kunststückchen am Klausenhof

Karin Steinebrunner

Von Karin Steinebrunner

So, 23. Juni 2019 um 14:21 Uhr

Herrischried

Der Sonntag entschädigte die Aussteller und Besucher mit besserem Wetter für einen durchwachsenen Samstag.

HERRISCHRIED. Der Kunststückchenmarkt am Klausenhof war in diesem Jahr nicht die ganze Zeit über vom Wetter begünstigt, aber das vielfältige Angebot bietet auch in solchen Fällen genügend Ausweichmöglichkeiten und vielerorts auch ein schützendes Dach über dem Kopf.

So konnten die Besucher dem Schmied in seiner Werkstatt zuschauen, konnten im Wagenschopf ausgesuchten Schmuck, ansprechendes Design oder diverse Textilarbeiten bestaunen, sie konnten in der Säge Lampen und liebevoll gearbeitete Holzkunst begutachten oder in der Glaswerkstatt gleich drei Glasbläsern bei deren Arbeit zuschauen. Das Zeltcafé Wespennest lud zum Verweilen ein, und wer sich mit einem Salat, einem frischgebackenen Flammkuchen oder etwas zum Trinken versorgt hatte, dem stand zudem das benachbarte Zelt zur Verfügung. Und auch ein Rundgang durch das Freilichtmuseum bot sich an.

Aber auch die zahlreichen kleinen Stände bemühten sich am Samstag redlich, den Besuchern vor dem einsetzenden Regen Unterschlupf zu gewähren, und hofften zurecht auf den Sonntag bei glücklicherweise viel besserem Wetter. "Zum Glück stürmt es nicht", meinte der Glasbläser aus Thüringen ganz ruhig, dessen filigrane kleine Figürchen, sicher auf ihren dünnen Stäben aufgespießt, in Sandeimern steckten. Etwas besorgter waren da schon die Dachsberger mit ihrer feinen Wolle, den gestickten Mützen und den gefilzten Fabelwesen, die von der mit Ästen ausgekleideten Zeltdecke baumelten. Und auch die eingefilzte Seife in ihrem Angebot sollte eigentlich eher von den Besuchern als vom prasselnden Regen getestet werden. Stoisch hingegen ertrugen die unterschiedlichsten Keramikfiguren und Gebrauchsartikel, aber auch die Blechtiere, die bunten Fische und die gläsernen Windspiele für den Garten jeden Guss von oben.

Und auch die Korbflechterin ließ sich vom Regen nicht beeindrucken. In aller Seelenruhe saß an ihrem Stand und arbeitete. Schlimmer erging es da schon dem Beiprogramm wie etwa Tanzen, Filzen und Tonen für Kinder, dem Zirkus Papperlapapp und dem Angebot des Hof Berggarten, die alle am Samstag zumindest wenig Chance hatten, die Besucher wie geplant zu begeistern. Sie mussten sich diesmal ganz auf den Sonntag konzentrieren.