Hilfe bei Rückenleiden [ANZEIGE]

Kur für Schreibtischsitzer

Bernhard Amelung

Von Bernhard Amelung

Do, 15. Dezember 2011 um 20:52 Uhr

Es ist eines der häufigsten Gebrechen, doch auch eines der vermeidbarsten: wem der Rücken schmerzt, der kann meist etwas dagegen tun. Eine Kur ist dafür nur der Anfang.

"Um einen gesunden Rücken zu haben, muss man immer trainieren", sagt Christian Boroš, Physiotherapeut in Bad Krozingen. Und er muss es wissen, schließlich hilft er täglich Menschen, die an Rückenproblemen leiden. In der Vita Classica stellt er viel mit den Rücken der Patienten an: Manuelle Therapie, Gelenkmobilisierung, Blockaden lösen oder an Schlingen aufhängen.

Was vielleicht etwas brachial klingt, ist für viele Menschen nötig, wenn sie zur Kur kommen. "Schreibtischtäter" nennt Boroš den Hauptteil seiner Kunden, die nach vorne gebeugt vor dem Computer sitzen und keinen oder zu wenig Sport zum Ausgleich machen. Der ist dann natürlich der Hauptteil einer solchen Kur, die meist drei Wochen dauert. Dazu gehören Sport an der frischen Luft wie Nordic Walking, Kräftigungsübungen im Thermalwasser, Rückenschule, Training an Geräten im Fitnessraum und zwischendurch Entspannung und Physiotherapie. Die findet auch mal am Schlingentisch statt, wo die Gliedmaßen aufgehängt werden, damit sich die Muskeln entspannen und die Gelenke gelockert werden können. Und da das alles ohne Medikamente abläuft, sagt er stolz: "Wir sind ein Bioprodukt."

Die Therapie für den Rücken beginnt im Kopf

Vor allem ist es der Sport, der dem Rücken hilft. Die Geräte, mit denen die Defizite der Rumpfmuskulatur gemessen werden, haben für Christian Boroš eher einen psychologischen Effekt: "Dass ein Rechtshänder auf der linken Seite schwächer ist, ist eigentlich klar", sagt er. Aber um den Patienten wissenschaftlich-technisch unterstützt aufzuzeigen, wo es an Kraft mangelt, seien solche Maschinen gut. Und vor allem dazu, die Menschen davon zu überzeugen, dass sie dauerhaft – auch nach der Kur, zu Hause – beim Sport bleiben sollen. Die Therapie für den Rücken beginne im Kopf. "Der Erfolg der Kur kann durchaus ein bis zwei Jahre vorhalten. Aber wenn man nichts macht, liegt man dann wieder hier."

In seinem Berufsleben hat Christian Boroš auch Unterschiede zwischen Mann und Frau festgestellt: Bei den Frauen ist eher der obere Rücken und der Nacken das Problem, bei Männern sitzt es eher im Kreuz. Auf die Frage, welche Berufsgruppe keine Rückenprobleme habe, sagt er: "Da fällt mir eigentlich keine ein. Vielleicht Königin."

Sollen die positiven Wirkungen der Rückenkur möglichst lange andauern, empfiehlt der Rückentherapeut Boroš ein paar Minuten ausgleichende Bewegung bereits am Arbeitsplatz. Ein erster Einstieg dazu sei, nach Möglichkeit die Treppen zu benutzen, anstatt mit dem Aufzug zu fahren. Telefongespräche sowie kurze Mitarbeiterbesprechungen sollten möglichst im Stehen durchgeführt werden.

Um Kondition und Kraft jedoch nachhaltig und auf Dauer zu trainieren, empfiehlt Boroš Sportarten, die das Herz-Kreislauf-System stärken. Dazu zählt er beispielsweise Laufen, Walking, Radfahren oder Schwimmen. Und warum dazu nicht auch einmal in das belebende Mineral-Thermalwasser der Vita Classica-Therme eintauchen?

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