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dpa,knau

Von dpa & Roland Knauer

Sa, 08. Mai 2021

Bildung & Wissen

Kein Latein mehr — Auf 5000 Metern Höhe

NEUE AMEISENART

Kein Latein mehr

Ein deutscher Forscher hat in den tropischen Wäldern Ecuadors eine bislang unbekannte Ameisenart entdeckt und ihr einen geschlechtsneutralen Namen gegeben. Philipp Hönle, Doktorand im Fachbereich Biologie an der TU Darmstadt, präsentiert die 2018 in einem stark bedrohten Teil eines Reservats gefundene Art in der Zeitschrift ZooKeys. Mit dem wissenschaftlichen Namen "Strumigenys ayersthey" ist die Ameise wohl auch eine der ersten Arten mit einem geschlechtsneutralen Namen. Die bisher übliche Form der Benennung mit der weiblichen Endung der lateinischen Sprache "ae" oder der männlichen Endung "i" sei durch das englische "they" ersetzt worden und damit neutral, hebt der Verlag Pensoft Publishers hervor, in dem die Zeitschrift erscheint.

DROSSELROHRSÄNGER

Auf 5000 Metern Höhe

Die meisten Zugvögel fliegen nachts und in einer Höhe von mehreren hundert Metern. Drosselrohrsänger bevorzugen Flughöhen von rund 2000 Metern – und mehr. Forscher von den Universitäten Lund und Kopenhagen haben deren Flugverhalten mit Hilfe von 1,1 Gramm schweren Sendern beobachtet, die sie den Vögeln auf den Rücken banden. Demnach fliegen Drosselrohrsänger, sobald sie das Mittelmeer oder die Sahara queren, auch tagsüber weiter und steigen dazu auf Höhen von über 5000 Metern auf. Martin Wikelski vom Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Radolfzell lobt die Studie: "Bisher konnte sich kaum jemand vorstellen, dass gerade einmal 30 Gramm schwere Singvögel über unwirtlichen Gegenden wie Wüsten und Meeren in Höhen von 5000 bis über 6000 Metern fliegen."