Alte Kleider machen Leute reich

Alexander Preker

Von Alexander Preker

Sa, 17. August 2013

Lahr

Altkleider-Container von gewerblichen Sammlern verärgern Wohlfahrtsverbände / Die Behörden sind hilflos.

LAHR. Mit Altkleidern lässt sich viel Geld verdienen. Längst nicht mehr nur gemeinnützige Sammler machen davon auch in Lahr Gebrauch. Auch jede Menge Container von gewerblichen Sammlern stehen an den Straßen – zum Leidwesen der karitativen Organisationen wie dem Deutschen Rotem Kreuz oderder Neuen Arbeit Lahr (NAL). Die Behörden wiederum sind oft machtlos gegen die gewerbliche Konkurrenz, die auf den ersten Blick häufig ganz und gar wohltätig daherkommt.

An der Offenburger Straße stehen mehrere von ihnen, an der Schwarzwaldstraße und in Sulz auch. Gewerbliche Altkleider-Container, von denen häufig niemand genau weiß, wer dahinter steckt und wie viele es von ihnen gibt. Djahan Salar, Geschäftsführer der Neuen Arbeit Lahr, ärgert sich über jeden einzelnen von ihnen. Denn seine Organisation, die gemeinnützig Arbeitslose auf das Berufsleben vorbereitet, sammelt selbst Altkleider. In rund 150 Containern in der Ortenau. Salar beschäftigt neun Mitarbeiter, die Kleidung abholen und sortieren und, vom Verein Fair-Wertung kontrolliert, an eine Recycling-Firma weiterverkaufen.

"Wir wollen, dass mit

Altkleidern nicht der
afrikanische Markt
überschwemmt und
spekuliert wird".

Djahan Salar, Neue Arbeit Lahr Bei den 40 bis 50 Tonnen Altkleidern, die allein die NAL jeden Monat sammelt, erhält sie rund 10 Cent pro Kilogramm – mehr als 4000 Euro. Normalerweise. In den vergangenen Monaten seien jeweils rund 10 Tonnen weniger ...

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