Damit die Region blüht und summt

Wolfgang Beck

Von Wolfgang Beck

Do, 06. Juni 2019

Lahr

Die Volksbank Lahr hat mit weiteren Projektpartnern eine Aktion gestartet / Ziel ist ein bewusster Umgang mit der Natur.

LAHR. Die Volksbank Lahr und mehrere Naturschutzpartner aus der Region haben ein Nachhaltigkeitsprojekt ins Leben gerufen. Motto: "Unsere Region blüht und summt". Im Boot sind neben der Bank als Initiator, Koordinator und finanzieller Unterstützer die Stadt, der Nabu Lahr, der Imkerverein Lahr, der Freundeskreis Landesgartenschau und der Naturpark Schwarzwald.

Vorstandsvorsitzender Peter Rottenecker hat im Beisein der Projektpartner das Vorhaben vorgestellt. Ziel der Aktion für blühende Wiesen und Gärten ist es, sich nachhaltig für den Lebensraum von Wildbienen und Insekten einzusetzen. "In unseren Gärten und Wiesen soll es auch in Zukunft noch blühen", sagte Rottenecker. Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller zeigte für die Stadt auf, welche Potenziale sie auf 250 Hektar städtischen Grünflächen bereithält. Allein 8000 Bäume seien an Straßen, auf Grünflächen und an Schulen gepflanzt worden. "Die Summe der Beiträge führt zum Erfolg", so Müller, der dem Nabu, dem Bezirksimkerverein Lahr, den Projektpartnern und auch dem Startup "Planthub", dem Gründerpreis-Gewinner der Stadt Lahr, seine Unterstützung zusagte.

Im Rahmen des Projekts, das keine feste Laufzeit hat, soll es auch Tipps für den Hausgarten, Vorträge, Mitmach-Aktionen, Online-Plattformen für Pflanzenfreunde und einen Fotowettbewerb geben. Eine Wanderausstellung in den Volksbank-Häusern demonstriert die Bedeutung von Umwelt- und Naturschutz. Auch wenn zum Kerngeschäft des Bankinstituts nicht originär Hummeln, Bienen und blühende Wiesen gehörten, verspricht sich Rottenecker dennoch einen Erfolg. Man will gemeinsam mit dem Naturpark Schwarzwald Mitte-Nord werben und sich künftig als Regionalpartner Blühender Naturpark verstehen.

Dessen stellvertretende Geschäftsführerin Yvonne Flesch unterstrich die Notwendigkeit des Artenschutzes, auch wenn der Naturpark sich zuvorderst um Tourismus und die Offenhaltung der Landschaft kümmere. "Wir haben damit neue Schwerpunkte gesetzt und schaffen neue Lebensräume", sagte Flesch. Angesprochen werden sollen die unterschiedlichsten Netzwerke, Landschaftsverbände und letztlich auch Kindergärten und Schulen, um das Insektensterben in den Fokus zu rücken. "Das Projekt soll Schritt für Schritt wachsen", so Rottenecker. Er sieht im Engagement für Umwelt- und Naturschutz eine Strahlwirkung von Lahr aus in die Region und den gesamten Geschäftsbereich.