SPD

SPD ist keine Volkspartei mehr und wirkt antiquiert

Volker Glatt (Müllheim)

Von Volker Glatt (Müllheim)

Sa, 15. Juni 2019

Leserbriefe

Zu: "Rücktritt von Nahles als SPD-Chefin bringt Bundesregierung ins Wanken", Beitrag von Christopher Ziedler und Agentur (Politik, 3. Juni)

Was immer in den nächsten Wochen – bis hin zu Neuwahlen – passieren mag, möchte man der SPD wünschen, sich Zeit zu nehmen und die Chance zur Neuorientierung zu nutzen. Erste Einsicht: Die SPD muss endlich zur Kenntnis nehmen, dass sie keine Volkspartei mehr ist. Ihr wesentlicher Grundpfeiler, "die Arbeiterschaft", existiert in der Form der Gründerzeit der Partei nicht mehr. Und sie kommt dank der neuen Produktionsmittel und -strategien auch nicht wieder. Die SPD wirkt antiquiert. Nach meinem Verständnis von Volkspartei kann sich der Begriff nur auf das Hier und Jetzt beziehen und muss sich durch Wahlergebnisse dokumentieren. Das trifft heute für die Grünen zu. Der wichtigste Punkt bezieht sich auf das Personal: Egal, welche Position zu besetzen ist, die nächste Generation ist gefordert. Und das Positive? Andrea Nahles kann sich besser um ihre Tochter kümmern.Volker Glatt, Müllheim