Leserbriefe

Bernhard Biendl (Bad Säckingen )

Von Bernhard Biendl (Bad Säckingen )

Sa, 18. Januar 2020

Bad Säckingen

SPONSORING IM GLORIA

Attraktives Angebot dank Gloria-Theater
Zum Wechsel eines Hauptsponsors im Gloria-Theater ("Stromrebellen sponsern Gloria-Theater", BZ vom 14. Januar, und "Gloria-Sponsor wird Thema für Politik" sowie Leserbrief "Mangel an Fingerspitzengefühl, BZ vom 16. Januar).
Interessieren Sie sich für Kunst? Hauptsächlich für Musik, Operette, Cabaret, Kino? Das Letztere wird in Bad Säckingen hochwertig und in großer Vielfalt durch das Gloria geboten. War hierfür die städtische Unterstützung zu hoch? Nach verfügbaren Daten geben kleinere Städte in Baden-Württemberg etwa 50 Euro je Einwohner für Musik- oder Theaterangebote aus. Das wären für Bad Säckingen 800 000 Euro im Jahr.

Ich behaupte, die Stadt Bad Säckingen hat eher gespart und zwar auch im Vergleich zu den Städten der Umgebung (Rheinfelden, Lörrach). Dank Gloria können wir ein attraktives Angebot präsentieren. Eine breite Palette, die viele Menschen erreicht und weit in das Umland ausstrahlt. Die Musicals sind ein Alleinstellungsmerkmal. Das Publikum kommt aus einer Entfernung von bis zu 50 Kilometern und viele Musik- und Kulturtouristen haben Bad Säckingen besucht, entdeckt und hier Geld ausgegeben. Bei der "zu geringen Pacht" sollte man sich an den desolaten Zustand des Gebäudes erinnern.

Die Gloria-Besucher wissen, in welchem Umfang die Betreiber die Bühne und Ausstattung verbessert haben. Mir persönlich war auch wichtig, dass der Kinobetrieb aufrechterhalten wurde; unter anderem durch die Gloria-Freunde (digitaler Projektor). Eine Aufwertung des Kinobetriebs wäre wünschenswert.

Auch Kunstfreunde kommen in die Stadt; der Kunstverein bietet hierzu einen guten Rahmen und etwa vier bis fünf Ausstellungen im Jahr. Die Besucherzahlen kenne ich nicht. Der Kunstbetrieb wird von der Stadt gefördert; durch die Überlassung der attraktiven aber teuren Räume in der Villa Berberich.

Das Gloria hat jährlich etwa 35 000 Besucher und davon sind zirka die Hälfte von auswärts. Schade, dass das SWS Stadtwerke Sponsoring zu Ende ist; aber wer hat nun zu hoch gepokert oder am falschen Ende gespart? Nun muss der Gemeinderat das Thema sachlich angehen, die Interessen von Bürgerschaft, Handel und Gastronomie berücksichtigen und unabhängig vom "v.V. Theater" ohne Emotionen und Egoismen gewichten.

Was hat Herrn Hartmut Fricke eigentlich dazu bewogen, einen sehr aggressiven Leserbrief ("...den Stadtwerken und der Stadt ins Gesicht zu spucken") gegen die Gloria-Betreiber zu schreiben? Mangelndes Interesse an einem breiten Kultur- und Musikangebot oder die Solidarität zu Herrn Van Veen innerhalb der Unabhängigen Bürgerliste?

Bernhard Biendl, Bad Säckingen

Dank an die Macher im Gloria-Theater
Zwei tolle liebenswerte Macher! Die beiden Glorianer Alexander Dieterle und Jochen Frank Schmidt kenne ich seit 13 Jahren, als sie unser Gloria wieder zum Leben erweckt haben. Die beiden sind noch genauso bodenständig und bescheiden wie damals, als ich sie als Nachbarn kennen und schätzen gelernt habe. Dankbar bin ich ihnen dafür, dass wir Säckinger durch sie wieder vermehrt am Kulturgeschehen teilhaben können. Nicht jeder hat die Möglichkeit, nach Zürich, Basel, Freiburg oder Stuttgart zu fahren. Durch sie haben wir etwas in unserer kleinen beschaulichen Stadt, um das uns viele größere Städte beneiden. Danke euch beiden. Ilse Wick, Bad Säckingen