Leserbriefe

Sandra Wahrer (Schallstadt )

Von Sandra Wahrer (Schallstadt )

Fr, 13. Dezember 2019

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

AGRARPOLITIK
"Landwirte müssen mit der Natur arbeiten"
Zur Berichterstattung über die Mahnfeuer der Landwirte, BZ von Freitag, 6. Dezember, und Dienstag, 10. Dezember, schreibt eine Leserin:
Auch ich war an einem der Feuer und unterhielt mich mit den Menschen, die große Zukunftsängste haben. Es ist erschreckend, was sich die Politiker so alles einfallen lassen und einen ganzen Berufszweig zerstören. Sie ergreifen Maßnahmen, die einen glauben lassen, dass es ohne Sinn und Verstand geschieht. Ein Mädchen findet plötzlich so großes Gehör, obwohl sie wahrscheinlich in ihrem Leben noch nie eine Hacke oder Astschere in der Hand gehalten und mitgearbeitet hat. Kein Landwirt ist daran interessiert, Bienen sterben zu lassen und die Natur auszurauben. Im Gegenteil, er muss mit der Natur arbeiten, sich anpassen, damit überhaupt Nahrung für uns alle entstehen kann.

Die Industrie, welche die Düngemittel herstellt, macht diese Menschen abhängig. Ein Bauer ist kein Chemiker und muss die Spritz- und Düngemittel verwenden, welche er im übrigen sogar noch vorgeschrieben bekommt! Nur wer schöne Früchte produziert, kann sich auf dem Markt behaupten. Wir alle sollten mal vor der eigenen Haustür kehren: Wir helfen unserer Umwelt, indem wir unseren Lebensmitteln mehr Beachtung schenken und regional sowie saisonal einkaufen, nicht jede Kartoffel oder jeden Apfel umdrehen und nach einem Makel absuchen. Das wäre ein erster Schritt. Noch etwas: Wir leben in einer Demokratie und haben freie Meinungsäußerung. Das haben diejenigen nicht verstanden, die die grünen Kreuze auf den Äckern mutwillig zerstören! Kommt selbst einmal zu den Mahnfeuern und redet!

Sandra Wahrer, Schallstadt