Lesermeinung

Martina Sommer ( Kenzingen)

Von Martina Sommer ( Kenzingen)

So, 22. März 2020

Leserbriefe

SYMPATHIEDOKTOR

ZUM ARTIKEL "GESUNDHEITSAMT FORDERT NACHWEIS" IN DER AUSGABE VOM 8. MÄRZ:

Natürliche Fähigkeit zu heilen untersagt

Die Nachricht, dass Herr Kaltenbach seine Heilertätigkeit per Gesetz nicht mehr ausüben darf, entrüstete mich sehr. Durfte ich doch auch erleben, wie eine Dornwarze am Fuß, die jeder medizinischen Behandlung widerstand, nach einem Besuch bei ihm verschwand. Es ist empörend, dass einem Menschen seine seit Generationen weitergegebene natürliche Fähigkeit zu heilen per Gesetz untersagt wird.
Damit wird uns Bürger/innen auch das Recht auf Selbstentscheidung und Eigenverantwortung abgesprochen! Gab es doch schon immer Kräuterfrauen, die auf diese Art heilten. Im Mittelalter wurden sie als Hexen verbrannt, Jesus – ganz früher – an’s Kreuz genagelt. Nun gibt es perfidere Methoden – dabei braucht unser Planet nichts dringender als ganzheitlich fühlende und aus dem Herzen lebende Menschen wie Herrn Kaltenbach.
Martina Sommer,

Kenzingen


Schade, die Behandlung abzuwürgen

Der Amtsschimmel hat mal wieder laut gewiehert und dem Warzendoktor aus Simonswald das Warzen "wegmachen" verboten. Es ist beruhigend zu wissen, dass trotz der Überlastung der Gesundheitsämter durch die Coronapandemie, der Leiter des Gesundheitsamtes Emmendingen: Armin Dietz, noch Zeit findet, im Sonntagsblatt nach "Gesetzesbrechern" zu suchen, die unser Gesundheitssystem "gefährden". Es ist einfach schade, solch eine tradidionsreiche und effektive Behandlung abzuwürgen.
Hagen Sump, Emmendingen

Dinge, die amtlich nicht erklärbar sind

Na endlich kommt ein Paragraphen bewusster, sicher hoch gebildeter mit viel Lebenserfahrung und Kenntnisse über Traditionen ausgestatteter Behördenleiter und sagt dem Wisidis, dass das so nicht geht. Bravo! Wenn es für das "wiehern des Amtsschimmels" einen Nobelpreis gäbe, dieser Behördenleiter hätte ihn redlich verdient. Er verbietet, streng sich an das Gesetz haltend etwas, was schon seit Generationen vorhanden ist, und was sehr vielen Menschen Hilfe gebracht hat und bringt. Frage: Hat er sich vor seiner Entscheidung mal mit Menschen unterhalten, die nach vielen Rallys durch Arztpraxen bei denen ihnen lediglich Salben und Pasten verschrieben wurden, welche ausschließlich dem Apotheker geholfen haben ihnen aber nicht, nunmehr Hilfe beim Wisdis gefunden haben? Ich selbst habe schon bei einem seiner Vorfahren diese Hilfe erfahren dürfen und kenne Menschen, die heute die gleiche positive Erfahrung gemacht haben. Es gibt halt nun mal Dinge zwischen Himmel und Erde die nicht immer "amtlich" erklärbar sind. Aber es gibt sie halt und keiner der zum Wisdis geht, wird hierzu gezwungen. Es ist einfach nur traurig, dass die Ausübung dieser außergewöhnlichen Fähigkeit einer hilfsbereiten Person nun per Erlass verboten wird.
Lambert Fehrenbach,

Simonswald


Leider trifft es oft die Falschen

Das hatte ich befürchtet, als ich den Artikel über Thomas Kaltenbach am 19. Januar las! Das Heilpraktikergesetz soll die Menschen vor Scharlatanen schützen, und das ist gut so. Nur leider trifft es oft die Falschen: Einer wie Thomas Kaltenbach, der unentgeltlich Erfahrungen weitergibt, wird "aus dem Verkehr gezogen". Was aber geschieht mit den unzähligen selbsternannten Schamanen, Heilern und "Geist"-Heilern, "Engelstudios" und so weiter, die in unserer Regio ihr fragwürdiges Handwerk ausüben? Haben die alle ihre Heilpraktikerprüfung abgelegt? Zu ihnen gehen die Leute ja meist nicht wegen harmloser Warzen, sondern oft wegen austherapierter schwerster Leiden, wegen Depressionen und Angststörungen, oder weil sie eine ideologisch verfestigte Aversion gegen die "Schulmedizin" pflegen. Dabei bieten die Stellvertreter der Engel und Ahnen auf Erden ihre Leistungen eben nicht umsonst an, wie der "Sympathiedoktor" aus dem Simonswälder Tal.

Henner Wenzel, Endingen

Der Bürokratie geht es ums Kaputtmachen

Ich habe den Bericht über den Sympathiedoktor Kaltenbach gelesen und war entsetzt! Die Deutsche Bürokratie kennt nur eine Tradition: kaputt machen! Wenn etwas über mehrere Generationen gut war, kann das ja nicht so einfach weiter gehen. Da muss ein Balken zwischen die Beine geworfen werden! Die Bürokraten brauchen schließlich auch ihre Daseinsberechtigung!
Reiner Schmid, Rheinfelden
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