Eine Kämpferin für die Frauen

Manuela Müller

Von Manuela Müller

Mo, 04. August 2014

Liebe & Familie

Catherine Hamlin ist für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen – die 90-Jährige gründete eine Klinik in Äthiopien/.

Sie muss eine beeindruckende Person sein, diese Catherine Hamlin, die vom äthiopischen Außenministerium für den diesjährigen Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurde. "Wie eine Heilige ist sie", sagt Jutta Ritz mit Bewunderung in der Stimme. Und das, obwohl Ritz mit Heiligen nichts am Hut hat.

Die Frau aus Bruchsal hat die Gynäkologin Hamlin vor zwölf Jahren in Äthiopien kennengelernt. Hamlin ist groß, schlank, hat eine gerade Haltung. Sie ist eine Kämpferin, die in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden ist. Ritz sagt über die alte Dame: "Man fühlt sich bei ihr sofort aufgenommen." Und: "Sie ist so freundlich."

Für den Friedensnobelpreis wurde die Australierin schon zum zweiten Mal vorgeschlagen, weil sie in Äthiopien in fünf Jahrzehnten mehr als 40 000 Frauen mit Geburtsverletzungen behandelt hat. Die Operation und die Nachsorge ermöglichten es den Frauen, ohne Inkontinenz wieder ein normales Leben zu führen.

Schon kurz nach ihrer Ankunft in der Hauptstadt Addis Abeba wurde Hamlin von einer Kollegin gewarnt: Sie würde hier gynäkologische Komplikationen und Geburtsverletzungen sehen, die man sich in einem westlichen Land gar nicht vorstellen kann. Und so kam es. Eigentlich war sie mit 35 Jahren gemeinsam mit ihrem Mann, der auch Gynäkologe war, nach Äthiopien gekommen, um ein paar Jahre in einem Land zu arbeiten, in dem es wenige Ärzte gibt. Eine Art Entwicklungshilfe, die bei den Hamlins von ...

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