Im Lorettobad können Frauen entspannen – auch Musliminnen

Stephanie Streif

Von Stephanie Streif

Mo, 25. Juli 2011

Liebe & Familie

Ein bisschen ist es wie bei Alice im Wunderland: Wer die weiße Holztür zum Damenabteil des Freiburger Lorettobads aufstößt, ist plötzlich irgendwo ganz anders.

Zwar hoppelt kein weißes Kaninchen über die Wiese. Aber dass es im Damenbad, das vor 125 Jahren eröffnet wurde, anders zugeht, als in der Welt da draußen, ist sofort spürbar. Schon die hölzerne Bebauung ringsherum wirkt, als wäre sie irgendwann aus der Zeit gefallen. Gleich rechts beim Eingang die langgezogene Garderobehalle, unter deren Vordach Blumenampeln baumeln. Direkt gegenüber, auf der anderen Seite des Schwimmbeckens, reiht sich eine Einzelkabine an die nächste, auch sie sind aus Holz gefertigt und hell gestrichen.

Und dann die vielen Frauen: Auf der gelb gestrichenen Bank am Beckenrand sitzen zwei, beide über siebzig, beide oben ohne. Sie schwatzen übers Wetter. Es wird viel geredet im Damenbad, aber es gibt auch Frauen, die kommen, um alleine zu sein, mal mit Buch, mal mit I-Pod ...

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