Regenbogenfamilie

Meine Mamas sind lesbisch, meine Papas sind schwul

Nadine Zeller

Von Nadine Zeller

Mo, 22. Februar 2016 um 10:40 Uhr

Liebe & Familie

Wenn schwule und lesbische Paare Kinder kriegen wollen, tun sie sich oft zusammen. Doch was mit der Bürokratie, mit der Kindererziehung, und wie wird die Zeit mit dem Kind organisiert?

Lukas hat zwei Mamas, zwei Papas, vier Omas und vier Opas. Und an Weihnachten entsprechend viel Schokolade. Lukas lebt in einer Regenbogenfamilie. Seine Mamas sind lesbisch und seine Papas sind schwul. Vier Eltern also. Und genau so lautet der Titel des Dokumentarfilms von Filmemacherin Eva Maschke über ihren Bruder und seine ungewöhnliche Familie: "Vier werden Eltern". Im Sommer wird er in Arte laufen.

"Das war alles neu für mich: Dass Sebastian sich ein Kind wünschte, dass ich Vater werden könnte, dass zwei Frauen involviert sein würden" Thomas Maschke Thomas Maschke, 35, sitzt im Café Rido in der Freiburger Innenstadt. Vor ihm dampft ein Flammkuchen. Noch schnell etwas essen. In einer Stunde werden die Zuschauer in den Kinosaal des Friedrichsbaus strömen und an seinem Familienleben auf der Großleinwand teilnehmen. Sie werden Sebastian, seinen Freund, und die zwei Mütter Cindy und Josy kennenlernen. Das Grüne Kino hat den Filmabend organisiert. Das passt. Maschke arbeitet für die Grünen im Bundestag. Der Umzug von Köln in die Hauptstadt hat ihm ein Abenteuer beschert, dass er nicht mal ansatzweise vorausahnen konnte.

Vor fünf Jahren zog Thomas Maschke nach Berlin. Er war noch keine eineinhalb Monate dort, da traf er Sebastian. Die beiden Männer verliebten sich. Sie genossen ihre Zweisamkeit, gingen Händchen haltend durch den Park, kochten gemeinsam. Das, was Verliebte eben tun. Nach einigen Wochen weiht ihn Sebastian, 35, in seine Familienpläne ein: Zusammen mit einem lesbischen Pärchen wolle er ein Kind großziehen. Die Idee sei in engem ...

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