Mental Load

MOMENT MAL: Wenn der Kopf übervoll ist

Frauke Wolter

Von Frauke Wolter

Di, 11. Juni 2019

Liebe & Familie

"Mental load" – kürzlich bin ich auf diesen Begriff gestoßen und es war eine Offenbarung. Endlich habe ich verstanden, was mit mir manchmal los ist! Übersetzt bedeutet mental load mentale Belastung – oder anders ausgedrückt: Der Kopf ist übervoll. Mental load (kurz ML) betrifft vor allem Frauen (sorry Guys, aber ihr werdet schnell merken, dies ist keine Benachteiligung!) und beschreibt diese anstrengende und nie endende Denkarbeit im Alltag mit Beruf und Familie. Es sind die Frauen, die Einkaufszettel und To-do-Listen schreiben, die ihren Mann erinnern, das Dreirad aufzupumpen und ihn zum Metzger für die Lieblingswurst des Sohnes schicken; die wissen, wann ein neues Deutschheft für den Drittklässler gekauft werden muss und ob seine nächste Impfung bald ansteht. Und selbst wenn das Tagwerk erledigt ist, läuft der Denkapparat weiter: Sind die Sandalen noch groß genug für den Sommerurlaub? Das Geschenk für die nächste Geburtstagsparty muss noch besorgt werden und wann backen wir eigentlich den Kuchen für das Schulfest? Und wäre all dies nicht kräftezehrend genug – diese (Denk-)Arbeit ist auch noch unsichtbar. Mental eben. Doch was nicht gesehen wird, wird nicht geschätzt. Wie nur aus dieser Stressfalle herauskommen? Weniger denken, Verantwortung abgeben und auch mal Fünf gerade sein lassen. Ist aber leider nicht so einfach, wie es klingt. . .