Viele Fragen

Warum es wichtig ist, mit Kindern zu philosophieren

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Mo, 15. August 2016 um 08:54 Uhr

Liebe & Familie

Hat ein Salat Angst? Wie lange dauert die Ewigkeit? Die Kinderphilosophin Kristina Calvert diskutiert mit Kindern und Jugendlichen über die einfachen und komplizierten Dinge des Alltags.

Im Gespräch erzählt Kristina Calvert, warum das laute Nachdenken jedem gut tut und wie man auch als Anfänger mit Kindern ins Philosophieren kommt.

BZ: Frau Calvert, Kinder stellen ja generell viele Fragen, philosophieren sie also schon so ganz nebenbei?
Calvert: Das kann man so nicht verallgemeinern. Nicht jede Forscherfrage ist gleich eine philosophisch relevante Frage. Will ein Kind wissen, warum die Blätter am Baum im Herbst braun werden, ist das eine reine Naturfrage. Fragt es sich aber, ob der Baum traurig ist, wenn er seine Blätter verliert, dann kann das der Anfang für eine wunderbare kleine Philosophiestunde sein.
BZ: Wie bringen Sie Kinder zum Philosophieren?
Calvert: Das ist gar nicht so schwierig. Ich bringe in die Runde ein philosophisch relevantes Thema ein, gebe also den ersten Impuls. Neulich habe ich zum Beispiel gefragt: Wie kann ich werden, was ich bin? Dazu habe ich ein Buch mitgebracht, in dem von einem jungen Schwein erzählt wird, das schon sehr viel kann, aber trotzdem noch davon träumt, eines Tages Opernsängerin zu sein. Wir kamen sehr schnell auf das Wort "möglich", was alles möglich ist für einen selbst. Die Kinder versuchen dann, das im Gespräch weiterzubearbeiten, während ich mich auf eine beobachtende und moderierende Position zurückziehe. Beim Philosophieren können die Kinder selber denken, miteinander denken und weiter denken.

BZ: Das klingt nach viel Kopfarbeit.
Calvert: Die Kinder finden das spannend und ...

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