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Lieber Praxis als Theorie: Vorteile einer dualen Ausbildung

Mi, 18. Dezember 2019 um 11:09 Uhr

Anzeige Kim Lübke, 22 Jahre alt, macht beim Badischen Verlag eine Ausbildung zur Medienkauffrau Digital & Print und ist frisch ins dritte Lehrjahr gekommen. Hier berichtet sie über ihre Erfahrungen als Auszubildende.

Häufig hat ein Studium bei jungen Menschen einen besseren Ruf als die Ausbildung. Ich finde, viel zu wenig Menschen entscheiden sich für Letztere. Und das, obwohl es zwei große Vorteile gibt.

Erstens: Money, Money, Money! Du stehst auf eigenen Beinen und bist finanziell unabhängig. Adieu Taschengeld von Mama und Papa und hallo eigene Wohnung. Es ist einfach ein geiles Gefühl, eigenes Geld zu verdienen und von niemandem abhängig zu sein. Das gilt aber nur bei dualen Ausbildungen. Bei schulischen bekommst du in der Regel leider kein Gehalt.

Der zweite wichtige Punkt ist die Praxis. Ich habe schon immer gern mit angepackt und fand Theorie ziemlich langweilig. Die praktische Erfahrung und das selbstständige Arbeiten in der Ausbildung gefallen mir da schon besser. Ich bin an einem Tag in der Personalabteilung und plane ein Event, an einem anderen sitze ich in der Redaktion und recherchiere oder schreibe einen Artikel. Ich liebe diese Abwechslung im Alltag.

Bis jetzt habe ich vor allem gelernt, mehr Vertrauen in mich selber zu haben, Dinge zu organisieren und umzusetzen und vor vielen Menschen zu sprechen. Ich finde, man sollte die Ausbildungszeit genießen. Denn sie ist einzigartig und schneller vorbei, als man denkt. Und jeder sollte für sich selbst entscheiden, was genau zu ihm passt. Versucht einfach, so viel kennenzulernen wie nur möglich! Macht Praktika, schnuppert in Berufe rein und sprecht mit anderen über ihre Erfahrungen.

In unserer Generation gibt es doch kaum noch jemanden, der sein ganzes Leben einer Tätigkeit nachgehen will, oder? Ich kann mir das zumindest für mich nicht vorstellen. Und hey! Wer will, kann danach immer noch studieren oder eine Weltreise machen. Uns stehen alle Möglichkeiten offen und arbeiten werden wir immerhin noch lang genug.