Roman

"Glücklich die Glücklichen" von Jasmina Reza

Martin Halter

Von Martin Halter

Sa, 08. Februar 2014 um 00:04 Uhr

Literatur

Große Schicksale in kleinen Szenen: Der neue Roman "Glücklich die Glücklichen" von Jasmina Rezas handelt von alltäglichen Liebes- und Ehekrisen in bürgerlichen Kreisen.

Männerfreunde unter sich; keine Frau in Sicht, die ihre raue Herzlichkeit stören könnte. Als Lionel mit bekümmerter Miene von seinem Sohn erzählt, der wegen seines Wahns, Céline Dion zu sein, in der Psychiatrie sitzt, prusten seine Kumpel unwillkürlich los. Niemand will sich über den armen Jungen oder gar über den verzweifelten Vater lustig machen, aber die Vorstellung ist einfach zu komisch, und schließlich muss auch Lionel lächeln: "Ich weiß, ich weiß…". In Yasmina Rezas neuem Roman wird viel gelacht, aber es liegt nichts Höhnisches oder Verächtliches darin. Jacob, der Céline-Dion-Doppelgänger, macht mit seiner unschuldigen fixen Idee nicht nur sich selbst, sondern auch Eltern, Mitpatienten, ja sogar Pfleger und Ärzte glücklich. "Glücklichsein ist Veranlagungssache" weiß Lionel, eine Frage von Stimmung, Zeit und Ort, kurz: fast unmöglich. Das von Jorge Luis ...

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