Porträt

Lisa Kränzler – Shootingstar der Freiburger Kulturszene

Bettina Schulte

Von Bettina Schulte

Sa, 09. März 2013 um 00:00 Uhr

Literatur

Sie malt und schreibt: Die Freiburger Künstlerin Lisa Kränzler ist mit ihrem zweiten Roman "Nachhinein" für den Literaturpreis der Leipziger Buchmesse nominiert. Ein Porträt .

Für Besucher ist in ihrem Atelier eigentlich kein Platz. Ein einziger Stuhl ist vorhanden. Er drängt sich am Rand vor die großen Fenster, die auf das Gelände der Deutschen Bahn hinausgehen. Eiserne Wagenachsen stapeln sich dort hintereinander auf Güterwagen, Gleise laufen weiträumig ins Leere: Und es ergibt sich ein reizvoller Kontrast zwischen der ungefähren Weite draußen und der klar definierten Enge des Raums, dessen Bodenfläche fast vollständig von Lisa Kränzlers neuer Arbeit ausgefüllt wird. Zwei Meter zwanzig in der Breite messen die Spanpapierrollen, die die Freiburger Malerin für ihre Bilder benutzt. Noch breiter wäre für sie gut. Doch die Papierindustrie kommt mit diesem Format ans Ende ihrer Möglichkeiten. Übersehen lässt sich die Arbeit in der Horizontalen nicht. Sie ist mit leuchtenden Primärfarben versiegelt: Lisa Kränzler, die in Karlsruhe an der Kunstakademie studiert hat und zuletzt Meisterschülerin bei Tatjana Doll war, benutzt ausschließlich Industrielacke.

Doch nicht wegen ihrer Malerei ist die gebürtige Ravensburgerin in die Schlagzeilen geraten. Für ihren zweiten Roman "Nachhinein" ist sie in die Finalrunde der fünf Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik gekommen: Fast schon eine kleine Sensation, zieht man in Betracht, dass Lisa Kränzler gerade mal 29 Jahre alt ist. Doch seitdem sie für einen Auszug aus "Nachhinein" beim Klagenfurter Wettlesen im vergangenen Sommer gleich den 3Sat-Preis erhalten hat, ist ihr Stern am Literaturhimmel aufgegangen – und die in diesem Jahr von dem renommierten Literaturkritiker ...

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