Roman

"Das Scherbengericht": Polanski und Manson legen Beichte ab

Martin Halter

Von Martin Halter

Sa, 23. Oktober 2010

Literatur

Im Gefängnis treffen der Mörder und der Ehemann der getöteten Sharon Tate aufeinander: Roman Polanski und Charles Manson. Zumindest in A.F.Th. van der Heijdens großem Roman "Das Scherbengericht".

Angenommen, Roman Polanski wäre im Winter 1977, als er wegen Verführung Minderjähriger sechs Wochen in Untersuchungshaft saß, Charles Manson, dem Mörder seiner Frau, begegnet: Was hätten sich Täter und Opfer zu sagen gehabt? Wären sich das "Monster" und der "staatsgefährdende Pädophile" womöglich nähergekommen? A. F. Th. van der Heijden, der große Außenseiter der niederländischen Literatur, lässt in seinem monumentalen, Fakten und Fiktion kühn vermischenden Roman die beiden beim Putzen der Gefängnistoiletten eine "Doppelbeichte im Tauschhandel" ablegen.

An der Identität von "Remo Woodhouse" gibt es keinen Zweifel, wohl aber an seiner Schuld. Der Starregisseur fühlt sich zu Unrecht verfolgt, "hereingelegt" von korrupten Staatsanwälten und fanatischen Richtern. Alles ist ein "scheußliches Mißverständnis", wenn nicht eine Verschwörung: Die Dreizehnjährige, die er unter Drogen gesetzt und sexuell missbraucht haben ...

BZ-Archivartikel

Einfach registrieren und Sie können pro Monat 10 Artikel kostenlos online lesen - inklusive BZ Plus und BZ-Archivartikel.

Gleich können Sie weiterlesen!

Exklusive Vorteile:

  • 10 Artikel pro Monat kostenlos
  • BZ Plus-Artikel lesen
  • Online-Zugriff auf BZ-Archivartikel
  • Qualitätsjournalismus aus Ihrer Heimat
  • An 18 Standorten in Südbaden – von 150 Redakteuren und 1500 freien Journalisten
  • Verwurzelt in der Region. Kritisch. Unabhängig.
  • Komfortable Anzeigenaufgabe und -verwaltung
  • Weitere Dienste wie z.B. Nutzung der Kommentarfunktion

* Pflichtfelder

Anmeldung

* Pflichtfelder

Meine BZ