Überleben im Chatroom

Michael Buselmeier

Von Michael Buselmeier

Sa, 15. November 2014

Literatur

Die exzessiven, manischen Jahre sind vorbei: Natascha Wodins Roman "Alter, fremdes Land" / .

Fast ungeschützt ist Natascha Wodin hervorgetreten mit existentiell radikalen, autobiographisch grundierten Texten. Der Roman "Einmal lebt ich" von 1989 berichtet detailliert von der extrem harten Kindheit und Jugend der 1945 in einer Barackensiedlung in Fürth als Tochter russisch-ukrainischer Zwangsarbeiter geborenen Autorin, die sich – von der Mutter, die sich ertränkte, verlassen, vom nahezu stummen Vater gequält – stets als Außenseiterin verstand. Eine extreme Liebes- und Hassgeschichte schildert ihr 2009 erschienener Roman "Nachtgeschwister". Er beschreibt die dreizehn Jahre währende Beziehung Wodins zu dem genialischen, aus dem sächsischen Braunkohlerevier um Leipzig stammenden Dichter Wolfgang Hilbig. Unersättliche Liebesnächte wechseln mit Faustschlägen und Messerattacken des schwer ...

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